Ein Arzt, der Gesichter malt und Worte in die Materie bringt, sorgt für Aufsehen... In Paris öffnet die Galerie Rachel Hardouin ihre Türen für die persönliche Ausstellung des zeitgenössischen Künstlers „Gesicht und Wort“ von David Cohen, die vom Dienstag, 3. März, bis Samstag, 11. April 2026 läuft. Die Schau vereint Gemälde, Skulpturen, Keramiken und Kunsteditionen, die alle das menschliche Antlitz und die Schreibkunst in den Mittelpunkt stellen.
Professor der Medizin und Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Hôpital de la Pitié-Salpêtrière (Paris 13. Bezirk), David Cohen, verfolgt seit seiner Kindheit eine künstlerische Praxis, die parallel zu seiner ärztlichen Laufbahn entwickelt wurde. Als Wissenschaftler am CNRS am Institut für intelligente Systeme und Robotik organisiert er jährlich über 650 kunsttherapeutische Maßnahmen in seiner Abteilung. Diese Ausstellung in der Galerie Rachel Hardouin vereint Werke aus verschiedenen Schaffensphasen, die um skulpturierte Köpfe und Kompositionen herum aufgebaut sind, in denen die Worte eine zentrale Rolle spielen.
Die Ausstellung zeitgenössischer Kunst verbindet Malerei, Skulptur und Keramik in einem Dialog, wobei sowohl monumentale Werke als auch kompaktere Formate im gleichen Raum gezeigt werden. Die Ausstellung beginnt mit einem Diptychon unter dem Titel Water no get enemy, benannt nach dem Stück von Fela Kuti, das von einem yoruba-Proverb inspiriert ist und bedeutet, dass Wasser keinen Feind kennt. Das Werk lädt zu einer Reflexion über Freiheit und Widerstand ein, in einem internationalen Kontext, der von politischen und kulturellen Spannungen geprägt ist.
Die skulptural gestalteten Köpfe aus Bronze, Keramik oder iranischem Travertin nehmen Bezug auf die Gemälde, in denen handgeschriebene Texte selbst zu einem eigenständigen plastischen Element werden. Die Worte, mal fragmentarisch, mal prägnant, strukturieren den visuellen Raum und schaffen einen direkten Dialog mit den dargestellten Gesichtern.
Die Aufenthalte von David Cohen in Italien, insbesondere in Pietrasanta in der Region Lucca, haben seine Herangehensweise an das Arbeiten im Raum und seine Materialwahl geprägt. In der Galerie Rachel Hardouin laden die Skulpturen dazu ein, die Oberflächenstrukturen, das Gleichgewicht und die inneren Spannungen der Formen zu entdecken. Eine Serie namens Köpfe auf der Suche nach einer Welt... Fragmente Houellebecqs setzt diese Arbeiten fort und schafft einen künstlerischen Dialog mit Michel Houellebecq, der bereits in der Galerie XXI in Paris präsentiert wurde. Diese Zusammenarbeit verbindet literarische Fragmente mit plastischen Interventionen und widmet sich Themen wie der Einsamkeit in der modernen Gesellschaft und dem Ausdrucksraum der Sprache.
Begleitend zur Ausstellung findet ein Programm mit verschiedenen Begegnungen statt, darunter ein Gespräch über Kunsttherapie mit Emmanuel Carrère sowie ein Konzert des Trio Ingres. Mit dieser Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Paris lädt die Galerie dazu ein, die Verbindungen zwischen medizinischer Praxis, Wissenschaftsforschung und künstlerischer Schöpfung zu erkunden. Dabei entsteht ein Raum für Reflexion über die Bedeutung von Worten und Formen in unserer Wahrnehmung der Welt.
Termine und Öffnungszeiten
Von 3. März 2026 bis 11. März 2026
Standort
Galerie Rachel Hardouin
15 Rue Martel
75010 Paris 10
Zugang
U-Bahn Linie 4 Station "Château d'Eau" (Wasserturm)
Tarife
Kostenlos
Offizielle Seite
www.rachelhardouin.com
Weitere Informationen
Geöffnet von Dienstag bis Samstag, 14 bis 19 Uhr, sowie nach Vereinbarung. Die Eröffnung findet am Dienstag, dem 3. März, um 18 Uhr statt.



















