Lafayette zwischen Frankreich und Amerika: Kostenlose Ausstellung über den Marquis in den Nationalarchiven

Von Graziella de Sortiraparis · Fotos von Cécile de Sortiraparis · Aktualisiert am 26. Februar 2026 um 13:00
Vom 1. April bis zum 14. Juli 2026 präsentieren die Nationalarchiven eine kostenfreie Ausstellung über den Marquis de Lafayette. Zwischen außergewöhnlichen Dokumenten, Karikaturen und zugehörigen Objekten bietet diese Schau einen Einblick in das Leben des „Helden der beiden Welten“ – eine Figur, die in den USA ebenso verehrt wird wie in Frankreich umstritten ist, im Zentrum der revolutionären Umbrüche.

Anlässlich des 250. Jubiläums der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika präsentieren die Archives Nationales eine kostenlose Ausstellung zum Thema Gilbert du Motier, Marquis de Lafayette. Tauchen Sie ein in eine Sammlung herausragender Dokumente und erfahren Sie, wie dieser junge französische Aristokrat zu einer ikonischen Persönlichkeit wurde – mal geliebt, mal kontrovers diskutiert. Er schuf eine unzertrennliche Verbindung zwischen Frankreich und der jungen amerikanischen Demokratie, vom 1. April bis zum 14. Juli 2026.

Die Ausstellung erzählt die außergewöhnliche Lebensgeschichte von Lafayette, von seinem leidenschaftlichen Einsatz im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bis zu seinen politischen Kämpfen in Frankreich. In Amerika gilt er als "Held der beiden Welten", eine verehrte Persönlichkeit in der nationalen Geschichte, während sein Einfluss auf die Revolutionen von 1789 und 1830 in Frankreich nicht überall auf Zustimmung stößt. Zwei Facetten des Charakters werden in der Ausstellungsgestaltung eingehend beleuchtet.

Ein kraftvoller Verfechter der Freiheits- und Gleichheitsrechte, eng verbunden mit den Ideen der Aufklärung, er gewinnt rasch Bekanntheit in der politischen Szene. Dabei zeigt er sich in verschiedenen Episoden: im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1777–1781), zu Beginn der Französischen Revolution (1789–1792), beim Sturz von Napoleon Bonaparte I (1815) und bei der Etablierung der Juli-Monarchie (1830). Doch seine Gegner greifen ihn zunehmend an, führen Pressekampagnen durch, die sich in Karikaturen und anonymen Radierungen manifestieren, um sein Image zu delegitimieren.

Wie jede bekannte Persönlichkeit hinterlässt auch er eine öffentliche Spur, die in zahlreichen Kunstwerken festgehalten wurde – Zeichnungen, Gemälde oder Skulpturen –, und in den Schriften seiner Zeitgenossen wie Mirabeau, Napoleon, Germaine de Staël, Chateaubriand oder Lamartine gewürdigt wird. Zudem hinterlässt er selbst persönliche Texte, die nach seinem Tod veröffentlicht wurden. Heute erinnert man sich fast an eine Art "Lafayette-Fieber", begleitet von zahlreichen Fanartikeln oder Merchandising-Produkten, die entweder Bewunderung oder Kritik ausdrücken: Porträts, Gedichte, Theaterstücke, Medaillen, Geschirr...

Eine faszinierende Reise hinter die Kulissen der Geschichte, perfekt dafür geeignet, zu verstehen, wie eine einzelne Persönlichkeit über Jahrhunderte zu einem solchen Symbol werden konnte.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Von 1. April 2026 bis 13. Juli 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.

    Standort

    60 Rue des Francs Bourgeois
    75003 Paris 3

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    Tarife
    Kostenlos

    Offizielle Seite
    www.archives-nationales.culture.gouv.fr

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