Lafayette zwischen Frankreich und Amerika: Kostenlose Ausstellung über den Marquis in den Nationalarchiven

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Von Graziella de Sortiraparis · Fotos von Graziella de Sortiraparis · Aktualisiert am 31. März 2026 um 17:28
Vom 1. April bis zum 14. Juli 2026 präsentieren die Nationalarchiven eine kostenfreie Ausstellung über den Marquis de Lafayette. Zwischen außergewöhnlichen Dokumenten, Karikaturen und zugehörigen Objekten bietet diese Schau einen Einblick in das Leben des „Helden der beiden Welten“ – eine Figur, die in den USA ebenso verehrt wird wie in Frankreich umstritten ist, im Zentrum der revolutionären Umbrüche.

Anlässlich des 250. Jahrestags der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika widmen die Nationalen Archive eine Ausstellung kostenlos Gilbert du Motier, dem Marquis de Lafayette. Durch Ausnahmedokumente zeigen wir, wie dieser junge französische Adlige zu einer ikonischen Figur wurde, mal verehrt, mal umstritten, und damit eine unerschütterliche Brücke zwischen Frankreich und der jungen amerikanischen Demokratie schlug, vom 1. April bis zum 14. Juli 2026.

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Die Ausstellung erzählt die außergewöhnliche Lebensgeschichte von Lafayette, von seinem leidenschaftlichen Einsatz im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bis zu seinen politischen Kämpfen in Frankreich. In Amerika gilt er als "Held der beiden Welten", eine verehrte Persönlichkeit in der nationalen Geschichte, während sein Einfluss auf die Revolutionen von 1789 und 1830 in Frankreich nicht überall auf Zustimmung stößt. Zwei Facetten des Charakters werden in der Ausstellungsgestaltung eingehend beleuchtet.

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Ein kraftvoller Verfechter der Freiheits- und Gleichheitsrechte, eng verbunden mit den Ideen der Aufklärung, er gewinnt rasch Bekanntheit in der politischen Szene. Dabei zeigt er sich in verschiedenen Episoden: im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1777–1781), zu Beginn der Französischen Revolution (1789–1792), beim Sturz von Napoleon Bonaparte I (1815) und bei der Etablierung der Juli-Monarchie (1830). Doch seine Gegner greifen ihn zunehmend an, führen Pressekampagnen durch, die sich in Karikaturen und anonymen Radierungen manifestieren, um sein Image zu delegitimieren.

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Wie jede berühmte Persönlichkeit hinterlässt auch er eine öffentliche Spur, die ihn zum Motiv zahlreicher Kunstwerke in Zeichnungen, Gemälden oder Skulpturen macht, in den Schriften seiner Zeitgenossen als Mirabeau, Napoleon, Germaine de Staël, Chateaubriand und Lamartine bezeichnet wird und der er selbst persönliche Schriften hinterlässt, die nach seinem Tod veröffentlicht wurden.

Fast schon wie ein heutiger Superstar wirkt er bei manchen – eine deutliche Lafayette-Manie und zahlreiche Merchandising-Artikel, ob pro oder kontra: Objekte mit seinem Porträt, Gedichte, Theaterstücke, Medaillen, Geschirr…

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Man kann die sehr farbenfrohe und sorgfältig gestaltete Inszenierung loben, die bei den großen Ausstellungen der Nationalarchive stets tadellos umgesetzt wird – und das sogar kostenlos! Mit fast fünf Sälen ist der Bereich ziemlich großzügig, und man läuft nicht Gefahr, anderen Besuchern auf die Füße zu treten.

Wenn Sie mit kleinen Kindern kommen, könnten sie sich angesichts dieser Abfolge von Buchstaben und Gravuren schnell langweilen – auch wenn die damit verbundenen Objekte stellenweise skurril wirken. Doch neugierige Erwachsene oder Geschichts- und Politikinteressierte werden es genießen, mehr über diese Figur zu erfahren, die in den Ländern unterschiedlich behandelt wird.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Von 1. April 2026 bis 13. Juli 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.

    Standort

    60 Rue des Francs Bourgeois
    75003 Paris 3

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    Tarife
    Kostenlos

    Offizielle Seite
    www.archives-nationales.culture.gouv.fr

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