Warum wird die Kirche Sainte-Agnès in Maisons-Alfort als der „Prisma des Lichts“ bezeichnet? Gebaut wurde sie im 1933 von den Architekten Marc Brillaud de Laujardière und Raymond Puthomme. Sainte-Agnès gilt als ein kleines Wunder der 1930er Jahre. In 1984 in die Liste der Monuments Historiques aufgenommen, zeichnet sie sich durch ihre Bewehrung aus Stahlbeton, ihren 53 Meter hohen Glockenturm und eine als zusammenhängendes Ensemble konzipierte Dekoration aus – alles im Art-déco-Stil.
Der Spitzname rührt vor allem von den gigantischen Glasfenstern her, die Max Ingrand schuf, damals noch junger Glasmeister. Seine Bleiglasfenster vereinen Rot, Orange, Blau und Grün in einer strahlenden Komposition, die wie ein echter Prism wirkt: Das äußere, weiße Licht wird im Innenraum zu einer lebendigen Farbpalette.
Im Kunst des Bleiglasses hat Farbe eine Mission: eine Atmosphäre schaffen, den Blick führen, den Besucher einhüllen. Hier dialogiert sie mit den Fresken von Paule Ingrand, den Skulpturen von Gabriel Rispal und den Schmiedearbeiten von Richard Desvallières. Ergebnis: Die Kirche ähnelt fast einem Gesamtkunstwerk. Übrigens sind es dieselben Bleigläser, die ihr den Beinamen der „Sainte-Chapelle am Ufer der Marne“ verleihen – als Echo auf das berühmte Pariser Wahrzeichen.
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Standort
Pfarrkirche St. Agnes in Maisons-Alfort
Rue Nordling
94700 Maisons Alfort















