Ein junges Mädchen, das stört, weil es ganz es selbst ist: Das ist das Herzstück von Queen Kong, einem kraftvollen Stück, das nach dem Romanvon Hélène Vignal adaptiert wurde und vom 24. März bis 3. April 2026 im Théâtre Paris-Villette zu sehen ist. Ein physisches, politisches und lebendiges Theaterstück, das einer zeitgenössischen Wut Gestalt verleiht.
In einem dunklen Saal, in dem alles passieren kann, taucht Queen Kong in die Intimität einer Teenagerin ein, die zu intensiv, zu frei, zu „außerhalb des Rahmens” ist für die sozialen Regeln, die man ihr aufzwingen möchte. In den sozialen Netzwerken schikaniert, für ihre Art zu leben verurteilt, erhebt sie sich und beschließt, ihren eigenen Weg zu gehen, den Weg ihrer Wünsche, den Weg ihres Körpers, egal was es kostet. In der erstickenden Stille ihres Dorfes formiert sich ein weiterer Kampf, in einer ZAD hoch in den Hügeln, wo Aktivist*innen ein bedrohtes Land verteidigen. Zwei Kämpfe antworten einander, prallen aufeinander und ziehen eine gemeinsame Linie des Widerstands.
Unter der Regie von Géraldine Pochon erhält der Textvon Hélène Vignalim Théâtre Paris-Villette dank des körperlichen und verkörperten Spiels von Marion Cadeau, begleitet von Michaël Santos, der auch für die musikalische Gestaltung verantwortlich ist, eine neue Dichte auf der Bühne. Jedes Detail dieser Inszenierung der Compagnie Tintinabule ist darauf ausgerichtet, den Raum zum Schwingen zu bringen und diesen Worten Gestalt zu verleihen. Es ist ein Stück, das nicht beruhigen, sondern aufrütteln, hinterfragen und zum Stellungbezug auffordern will.
Auf der Bühne nimmt die Revolte eine organische, sinnliche Form an, die ebenso herausfordert wie verstört. Queen Kong ist auch die Bekräftigung einer selbstgewählten und selbstbewussten Sexualität in einer Zeit, in der die soziale Kontrolle über den weiblichen Körper nach wie vor erdrückend ist. Die Erzählung spricht unverblümt die Pubertät an, ihre Schwindelgefühle, ihre Triebe, ihre Revolten. All dies in einer nüchternen, aber eindringlichen Inszenierung, die der inneren Stimme eines jungen Mädchens, das sich der Welt stellt, den Vorrang lässt.
Queen Kong richtet sich an alle, die sich nicht mit den ihnen auferlegten Rollen identifizieren können, die sich gegen erdrückende Normen wehren, die in der Marginalität Vorbilder der Stärke suchen. Jugendliche, junge Erwachsene, Feministinnen, Umweltaktivisten, Eltern auf der Suche nach generationsübergreifendem Dialog – dieses Stück spricht all diejenigen an, die es wagen, sich gegen die etablierte Ordnung aufzulehnen.
Aber es richtet sich nicht an jedermann. Wenn Sie leichte Unterhaltung, eine glatte Erzählung oder ein Theater suchen, das nicht verstört, ist dies nicht der richtige Moment. Diese Vorstellung schockiert, provoziert, verstört manchmal, und genau deshalb verdient sie es, gesehen zu werden. Queen Kong ist keine distanzierte Fiktion, sondern eine intime, fast viszerale Erfahrung.
Vor dem Hintergrund der aktuellen feministischen Kämpfe, ökologischen Mobilisierungen und Debatten über die Meinungsfreiheit der jungen Generationen gewinntQueen Kong noch mehr an Bedeutung. Das Stück schlägt eine Brücke zwischen politischem Engagement und persönlicher Offenbarung, zwischen Kollektivem und Intimem. Indem es den Theaterraum mit diesen kämpfenden Körpern konfrontiert, verwandelt es die Bühne in eine Arena des Ausdrucks.
Queen Kong bietet einen seltenen Einblick in die Sprache einer Jugend, die sich weigert zu schweigen. Eine Einladung, anders zuzuhören, anders zu sehen.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 24. März 2026 bis 3. April 2026
Standort
Theater Paris-Villette
211 Avenue Jean Jaurès
75019 Paris 19
Tarife
Tarif minimas sociaux : €9
Tarif groupes : €9
Tarif jeunes – 30 ans / étudiants : €13
Tarif réduit : €17
Plein tarif : €24
Durchschnittliche Dauer
1 Std.
20 Min.
Offizielle Seite
www.theatre-paris-villette.fr
Weitere Informationen
Vorstellungen:
Dienstag, 24. März, um 20 Uhr
Mittwoch, 25. März, um 20 Uhr
Donnerstag, 26. März, um 20 Uhr
Freitag, 27. März, um 19 Uhr
Samstag, 28. März, um 20 Uhr
Sonntag, 29. März, um 15:30 Uhr
Dienstag, 31. März, um 20 Uhr
Mittwoch, 1. April, um 20 Uhr
Donnerstag, 2. April, um 20 Uhr
Freitag, 3. April, um 19 Uhr























