Streik im Bildungssektor: Was an den Schulen, Gymnasien und weiterführenden Schulen zu erwarten ist

Von My de Sortiraparis · Fotos von Cécile de Sortiraparis · Aktualisiert am 17. Februar 2026 um 11:45
Lehrkräfte in Île-de-France treten am Dienstag, dem 17. Februar 2026, in den Ausstand. Grundschulen, Mittel- und Oberstufen könnten dadurch erheblich beeinträchtigt werden. Wir geben einen Überblick.

Eine Bildungsstreik mobilisiert am Dienstag, 17. Februar 2026 die Lehrkräfte in der ganzen Île-de-France. Initiiert von einer gemeinsamen gewerkschaftlichen Bildungsallianz (FSU, SNUipp-FSU, Snes-FSU, SE-Unsa, FO, CFDT, CGT und SUD), richtet sich dieser Aktionstag an die Academies Paris, Créteil und Versailles. Das Programm umfasst vollständige oder teilweise Schulschließungen, ausgefallene Unterrichtsstunden in Grundschulen sowie Mittelschulen und Gymnasien, sowie eine Demonstration in Richtung des Chanzes der Erziehungsministeriums.

Warum streiken die Lehrer am 17. Februar 2026?

Hinter dieser Protestaktion steckt die Verteilung der Ressourcen für die Rückkehr ins Schuljahr 2026 und vor allem die Streichungen von Stellen, die Ende Januar im Rahmen der Ministerialberatung im CSA angekündigt wurden. Die Gewerkschaften sprechen von einem Abbau von zwischen 3.256 und 4.000 Arbeitsstellen im öffentlichen Bildungswesen, davon etwa 1.891 im Primarbereich (Kindergarten und Grundschule) und 1.365 im Sekundarbereich (Gymnasium und weiterführende Schulen). Diese Zahlen stoßen bei den Gewerkschaften auf große Ablehnung – und das ist verständlich. Besonders hart getroffen seien die Akademien im Großraum Paris, mit bereits steigenden Klassenstärken und immer größeren Herausforderungen beim Vertretungsunterricht.

In Seine-Saint-Denis (93), dem ärmsten Département Frankreichs, in dem 62 % der Schulen als Prioritätsgebiet eingestuft sind, ist die Lage besonders brisant: Für die kommende Schulzeit 2026 werden laut Gewerkschaften 550 zusätzliche Schüler erwartet. Der SNES-FSU Créteil spricht von einer „skandalösen Politik und untragbaren Entscheidungen für die Schulen“. Im Val-de-Marne (94) weist SNUipp-FSU 94 ebenfalls auf den Mangel an AESH-Personal hin, der deutlich über den derzeitigen landesweiten Stellenangeboten liegt.

Welche Störungen gibt es in Schulen, Berufsschulen und Gymnasien?

Worauf sollten Eltern und Lehrkräfte am Dienstag konkret vorbereitet sein? Für Kinderkrippen und Grundschulen sind vollständige oder teilweise Schließungen nicht auszuschließen. Da Grundschullehrer verpflichtet sind, ihre Streikteilnahme im Voraus anzumelden, wurden die Familien in der Regel bereits von der Schule oder der Gemeindeverwaltung informiert. Wichtig zu wissen: Sobald der Anteil der streikenden Lehrkräfte eine bestimmte Schwelle überschreitet, muss die Gemeinde einen Notdienst für Betreuung organisieren. Mehrere Städte im näheren Umfeld haben bereits auf ihrer Website und im Familienportal die entsprechenden Betreuungsmodalitäten bekannt gegeben. Das betrifft beispielsweise Maisons-Alfort (94), Antony (92) oder Clichy (92). Es empfiehlt sich, direkt bei Ihrer Gemeindeverwaltung oder der Schule Ihres Kindes nachzufragen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Was die Weiterbildungs- und Gymnasien betrifft, ist die Situation etwas unklarer. Lehrkräfte im Sekundarbereich sind nicht verpflichtet, sich vorab als Streikende zu melden, was bedeutet, dass die Schulen nicht immer im Voraus wissen, welche Lehrer abwesend sein werden. Unbesetzte Unterrichtsstunden und vertauschte Stundenpläne sind daher durchaus wahrscheinlich. Für Familien von Schülern mit Behinderung ist es ratsam, sich frühzeitig über die Verfügbarkeit der AESH-Kräfte und die Organisation inklusiver Maßnahmen zu informieren.

Was fordern die Gewerkschaften?

Die Forderungen der Gewerkschaftsallianz sind eindeutig: die Rücknahme der Stellenkürzungen, ein Haushalt, der den Bedarf deckt, die Reduzierung der Klassengrößen auf 20 Schüler (16 im Förderschulbereich), die Schaffung von Stellen für Schulsozialarbeiter, Assistenzkräfte und medizinisch-psychologische Fachkräfte sowie die Neugestaltung der Prioritätenliste für den Bildungsbereich. Die Organisationen lehnen außerdem den sogenannten «Plan Collège en progrès» ab, den sie als belastend für die Lehrkräfte empfinden. Zudem hat die Gewerkschaftsallianz einen Termin beim Bildungsminister beantragt, um diese Forderungen zu überbringen, wie die CGT Éduc'action Versailles mitteilt.

Proteste in Paris: welche Route wird gewählt?

Neben dem Streik findet an diesem Dienstag eine in Paris statt. Treffpunkt ist um 13 Uhr vor der Sorbonne im 5. Arrondissement. Danach zieht der Zug zum Ministère de l'Éducation nationale, in der Rue de Grenelle im 7. Arrondissement. Es sind Verkehrsbeeinträchtigungen im Bereich des Quartier Latin und Saint-Germain-des-Prés zu erwarten, vor allem am Nachmittag. Für detaillierte Informationen zum Demonstrationsverlauf verweisen wir auf unseren entsprechenden Bericht.

Le panorama du Panthéon - l'une des plus belles vues de Paris à 360° - La SorbonneLe panorama du Panthéon - l'une des plus belles vues de Paris à 360° - La SorbonneLe panorama du Panthéon - l'une des plus belles vues de Paris à 360° - La SorbonneLe panorama du Panthéon - l'une des plus belles vues de Paris à 360° - La Sorbonne Streik im Bildungsbereich in der Île-de-France an diesem Dienstag: Ablauf der Demonstration in Paris
Auf den Aufruf der Gewerkschaftsallianz hin sind die Lehrkräfte in der gesamten Île-de-France zu einem landesweiten Streik aufgerufen, um am Dienstag, den 17. Februar 2026, in Paris zu demonstrieren. Treffpunkt ist um 13 Uhr vor der Sorbonne. Erfahren Sie mehr über die Route dieser regionalen Demonstration im Bildungsbereich. [Mehr lesen]

Kurz gesagt: Wenn Sie Elternteil eines Schülers in Île-de-France sind, sollten Sie unbedingt auf der Webseite Ihrer Gemeinde nachsehen oder direkt die Schule Ihres Kindes kontaktieren, um die Details zum Betreuungskonzept für diesen Dienstag zu erfahren.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Am 17. Februar 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.

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