Oliver Beer besucht erneut das Musée d'Art Moderne in Paris mit Reanimation Paintings: A Thousand Voices (Tausendundeine Stimme), einer kostenlosen, immersiven zeitgenössischen Ausstellung vom 4. April bis 13. Juli 2025, die das Ergebnis eines außergewöhnlichen partizipativen Projekts mit über 3.000 Kindern und Jugendlichen ist. Mit einem Ansatz, der Zeichnungen, Ton und Animationsfilme miteinander verbindet, bietet uns der britische Künstler eine sensible Neuinterpretation moderner Meisterwerke im Dialog mit den Stimmen einer neuen Generation.
Das zweistufige Projekt begann im Herbst 2024, als das Museum Oliver Beer einlud, ein neuartiges partizipatives Werk zu entwerfen. Von Oktober 2024 bis Januar 2025 fand die erste Phase in zwei Studios inmitten der Dauerausstellung statt: Workshops zur Sammlung von Plastik und Ton. Kindergartenkinder, Schüler, Gymnasiasten und Einzelbesucher wurden eingeladen, vier emblematische Werke, die aufgrund ihrer Verbindung zur Musik - dem roten Faden in Beers Arbeit - ausgewählt wurden, zeichnerisch und stimmlich neu zu interpretieren: Victor Brauners Stereofigure, Nina Childress' Sylvie (großer Kopf), Sonia Delaunays Rythme und Georges Rouaults Buste de chanteuse de face (Büste einer Sängerin von vorne).
Jede Zeichnung wurde gescannt und mit 12 Bildern pro Sekunde auf Film zusammengesetzt, so dass vier Animationsfilme entstanden, die von einer kollektiven Klangkomposition getragen wurden, die aus den während der Workshops aufgenommenen Stimmen entstand. In Kapitel 2, der Ausstellung, wird diese Arbeit der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie ist ab dem 4. April 2025 zu sehen und bietet allen - teilnehmenden Kindern, Familien, Lehrern und Neugierigen - die Möglichkeit, die Werke in einer immersiven Ausstellung zu entdecken, die Bild und Ton in einem umfassenden sensorischen Erlebnis zum Klingen bringt.
Die Ausstellung beschränkt sich keineswegs auf eine einfache Wiedergabe, sondern initiiert eine echte intergenerationelle Weitergabe, indem sie das kollektive Gedächtnis in die Kunst einfließen lässt. Nach dem Ende der Veranstaltung werden die vier Filme und die Zeichnungen, aus denen sie bestehen, in die Sammlungen des Museums aufgenommen und somit zu einem eigenständigen Kulturgut.
Wie Oliver Beer sagt, zeichnet man heute als Erwachsener kaum noch, während es als Kind jeder tat. Lassen Sie sich vom kreativen und farbenfrohen Geist der Hunderte von Kindern mitreißen, die hier sehen, wie ihr Werk Bestand hat, da ihre Zeichnungen in der ständigen Sammlung des Museums verbleiben.
Dieses Projekt steht in engem Zusammenhang mit dem Werdegang von Oliver Beer, der zunächst Musik komponierte, bevor er Bildende Kunst an der Ruskin School of Art in Oxford und anschließend Filmtheorie an der Sorbonne in Paris studierte. Mit seinen Installationen, Filmen und Performances hinterfragt er die Erinnerung, die Resonanz von Objekten und die unsichtbaren Verbindungen zwischen den Generationen. Seine Arbeiten wurden bereits im Metropolitan Museum of Art, im MoMA PS1, im Centre Pompidou, in der Fondation Louis Vuitton und bei der Biennale in Lyon ausgestellt.
Dieser poetische Vorschlag ist kostenlos zugänglich und kann im Musée d'Art Moderne de Paris in der 11 avenue du Président Wilson, Paris 16e, von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Eine schöne kulturelle Entdeckung, nur wenige Schritte vom Palais de Tokyo entfernt, ideal für Groß und Klein auf der Suche nach einem kreativen Eintauchen.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 4. April 2025 bis 13. Juli 2025
Standort
Museum für Moderne Kunst in Paris
11, avenue du Président Wilson
75116 Paris 16
Tarife
Kostenlos























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