Lafayette Anticipations präsentiert in Paris zwei Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die Diego Marcon und Ladji Diaby gewidmet sind, vom 1. April bis zum 19. Juli 2026. Die im Rahmen der Stiftung stattfindende Programmierung markiert den Auftakt eines neuen Zyklus, der der jungen, aufstrebenden Kunstszene gewidmet ist und versammelt zwei Künstler mit sehr unterschiedlichen Ansätzen rund um Fragen zu Bild, Narration, Körper und Emotionen. Durch diese Doppelroute bietet der Ort eine kontrastreiche Lesart der zeitgenössischen Schöpfung, zwischen filmischer Installation, sinnlicher Erfahrung und Erkundung alltäglicher Gesten.
Bezüglich der Ausstellung Prom von Diego Marcon investiert der Künstler die rohen Räume der Fondation mit einer monumentalen Installation, die eigens für den Ort konzipiert wurde, in Form eines italienischen Theaters zur Projektion von vier Kurzfilmen. Der Italiener präsentiert dort insbesondere Krapfen (2025), seinen jüngsten Film, begleitet von mehreren früheren Arbeiten. Seine Arbeit erforscht die Codes von Kino, Fiktion und hergestellter Emotion, in einer Welt, in der Bilder, Musik und Inszenierung die Grenze zwischen Realität und operativer Darstellung verwischen. Die Ausstellung erweist sich damit als ein immersives Erlebnis, das sich auf visuelle Erzählung und die sensorische Kraft des filmischen Mediums konzentriert.
In den oberen Etagen präsentiert Ladji Diaby eine Schau, die Teil eines neuen Zyklus zur jungen, aufstrebenden Kunstszene ist. Seine Ausstellung setzt Raum, Körper und alltägliche Gesten in Szene – mit einer zeitgenössischen, direkten und gelebten visuellen Sprache. Durch diese starke Präsenz bekräftigt Lafayette Anticipations auch sein Interesse an aufkommenden Praktiken und an zeitgenössischen Kunstformen, die den Blick, die Materie und die Wahrnehmung hinterfragen.
Diego Marcon verwischt die Orientierungspunkte zwischen Autorenkino, Animation, musikalischem Drama und einem Film, der noch eigenwilliger wirkt. Mit Prom verwandelt er das Museum in einen Raum, der wie ein Kino erscheint, das nicht ganz wie andere ist. Dort entdeckt man mehrere Filme, darunter Krapfen, aber auch Objekte, Bühnenbilder und Fertigungselemente, die einen Blick hinter die Kulissen eröffnen. Seine Werke spielen oft mit einer Mischung aus Sanftheit, Unbehagen und Fremdheit, in denen ambivalente Figuren in teils verwirrenden Situationen agieren. Alles entfaltet sich im intimen Universum von Zuhause und Familie, um unsere Emotionen, soziale Normen und die Art, wie Bilder unseren Blick beeinflussen, zu hinterfragen. Mit Krapfen bietet die Ausstellung so ein verstörendes Erlebnis, zwischen Neugier, Verlegenheit und Faszination.
Ladji Diaby gehört zu einer jungen Künstlergeneration, die Identität, kulturelles Erbe und die Rolle des Einzelnen in der Gesellschaft hinterfragt. Für seine Ausstellung Who's gonna save the World ? präsentiert er eine Installation aus Möbeln, die er auf Flohmärkten gefunden oder draußen aufgelesen hat, und verwandelt sie, um verlassene Gegenstände zu zeigen. Diese Vorgehensweise verweist auf eine intime Erinnerung: die Gewohnheit seiner Mutter, die Möbel des Hauses zu schmücken, damit ihnen eine spirituelle Dimension zukommt. Durch diese Objekte und deren Wandel hinterfragt der Künstler den Wert, der Dingen – aber auch Geschichten und Menschen – zugesprochen wird. Seine Arbeit trägt so eine zugleich persönliche, politische und spirituelle Dimension, mit der Überzeugung, dass Veränderung nicht von einem einzelnen Individuum ausgehen kann, sondern von kollektiven Handlungen.
Unser Rückblick auf die Ausstellungen von Diego Marcon und Ladji Diaby bei Lafayette Anticipations:
Zwei Ausstellungen, die wir vor der Eröffnung gesehen haben. Und beide Arbeiten, so unterschiedlich sie auch sind, decken ein breites Spektrum der zeitgenössischen Kunst ab – von Skulptur bis Kino. Zwei Ausstellungen, die sich auch Zeit nehmen, sich zu entfalten: Wir verweilen im italienischen Theater von Diego Marcon, um in seine Welt einzutauchen – in vier Kapiteln – und wir schlendern durch die Möbel eines Ladji Diaby, in einem wunderbaren, künstlerisch geprägten Märchenland.
Unsere Empfehlungen:
Beachten Sie bitte: Sie können die Ausstellungen in der Reihenfolge Ihrer Wahl entdecken – entweder mit der von Ladji Diaby beginnen oder mit der von Diego Marcon. Beachten Sie jedoch, dass die Ausstellung von Diego Marcon über zwei Stockwerke geht (erster und zweiter Stock). Sie sollten - unabhängig von Ihrer Wahl - zwingend mit dem zweiten Stock (dem italienischen Theater) beginnen, um anschließend die Requisiten zu den Kurzfilmen zu entdecken.
Die Ausstellung Ladji Diaby findet derweil im dritten Stock statt. Beachten Sie außerdem, dass sie sich in einem eher engen Flur entfaltet und eine Besucherobergrenze von 15 Personen besteht. Beide Ausstellungen sind außerdem barrierefrei zugänglich.
Lafayette Anticipations im Herzen des Marais-Viertels bietet einen rohen und modulierbaren Rahmen, der sich perfekt für diese Ausstellungen eignet, die als eigenständige Umgebungen gedacht sind. Die Atmosphäre eignet sich für einen kontemplativen Besuch allein, aber auch für einen anregenden Austausch mit Freunden. Hier geht es nicht darum, Kunst zu konsumieren, sondern darum, in sie einzutauchen und sich für einen Moment in ihr zu verlieren.
Das Gebäude beherbergt auch eine Fachbuchhandlung und ein Café, um das Erlebnis in einer inspirierenden Umgebung zu verlängern. Ein idealer Ort, um einen zeitlosen Nachmittag zwischen Nachdenken, Emotionen und künstlerischen Entdeckungen zu verbringen.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 1. April 2026 bis 19. Juli 2026
Standort
Lafayette Anticipations
9 Rue du Plâtre
75004 Paris 4
Zugang
Metro Linie 1 und 11 Station "Hôtel de Ville", Linie 11 Station "Rambuteau".
Tarife
Kostenlos
Offizielle Seite
www.lafayetteanticipations.com
Weitere Informationen
Geöffnet Mittwoch bis Samstag von 12:00 bis 19:00 Uhr, Sonntag von 12:00 bis 18:00 Uhr.























