Der Tag, an dem Napoleon sich zurückziehen musste... gegen eine Armee von Hasen

Von Rizhlaine de Sortiraparis · Aktualisiert am 13. August 2025 um 09:51 · Veröffentlicht am 12. August 2025 um 09:51
Im Jahr 1807 soll Napoleon von einer Armee von Kaninchen gestürmt worden sein. Zwei Jahrhunderte später lagert einige hundert Meter von seinem Grab entfernt eine Kaninchenkolonie auf den Rasenflächen des Invalidendoms... Die Geschichte liebt Augenzwinkern.

Napoleon Bonaparte, der unbestrittene Herrscher der Schlachtfelder, erlitt eine seiner unerwartetsten Niederlagen... gegen Kaninchen! Noch überraschender war, dass in Paris, nur ein paar hundert Meter von seinem Grab im Invalidendom entfernt, eine große Kolonie wilder Kaninchen frei lebte, was für Liebhaber historischer Anekdoten und Pariser Kuriositäten ein amüsanter Wink des Schicksals war.

Napoleon, der nach den Verträgen von Tilsit einen Sieg errungen hat, bereitet sich auf die Freuden einer Jagd vor, die von seinem Stabschef Alexandre Berthier organisiert wird. Doch statt kräftige Wildkaninchen auszusetzen, ließ Berthier gezüchtete Tiere einfliegen. Ein fataler strategischer Fehler.

Die Käfige öffnen sich. Die Kaninchen verteilen sich nicht, sondern stürzen sich ... direkt auf Napoleon. Es sind keine Flüchtenden, sondern Angreifer: Dutzende, dann Hunderte, ja Tausende zitternder Schnauzen, die entschlossen sind, denjenigen zu erreichen, den sie für einen Wohltäter halten. Die Offiziere lachen, der Kaiser weicht zurück und wendet sich dann ab. Man erzählt sich, dass er sich sogar bis zu seiner Kutsche zurückziehen musste, weil er von dieser Armee hungriger Fellknäuel umzingelt war. Auf den Schlachtfeldern hatte Napoleon noch nie eine derartige Katastrophe erlebt.

Visuels musée et monument - Musée de l'Armée tombeau NapoléonVisuels musée et monument - Musée de l'Armée tombeau NapoléonVisuels musée et monument - Musée de l'Armée tombeau NapoléonVisuels musée et monument - Musée de l'Armée tombeau Napoléon

Zwei Jahrhunderte später ruht Napoleon endlich in Frieden - oder fast. Denn nicht weit von seinem Grab entfernt, auf den großen Rasenflächen des Invalidendoms, steht eine neue Armee. Nicht Grenadiere, sondern eine riesige Kolonie von Wildkaninchen. Sie kommen in der Dämmerung heraus, knabbern unter den amüsierten Augen der Passanten am Gras und graben Höhlen inmitten der makellosen Alignements.

Ein paar hundert Meter vom Kaiser entfernt schienen diese kleinen Bewohner ihr ständiges Quartier aufgeschlagen zu haben, zumindest bis ihre Umsiedlung nach Seine-et-Marne beschlossene Sache war. Ein Zufall? Vielleicht. Aber für Liebhaber ungewöhnlicher Geschichten ist es schwer, darin nicht einen bösartigen Wink des Schicksals zu sehen: Napoleon, immer noch und immer wieder von Kaninchen "belagert".

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