Noch lange bevor der Triumphbogen stolz auf der Spitze der Champs-Élysées thront, hätte Paris fast ein monumentäres Bauwerk gesehen – ein pachydermisches. Hier werfen wir einen Blick auf die überraschende Geschichte eines riesigen Elefanten, der anstelle dessen hätte entstehen sollen, was später zu einem der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt wurde.
Dieses ebenso kühne wie ungewöhnliche Projekt entstand aus der Feder von Charles-François Ribart de Chamoust, einem visionären und doch im Verborgenen wirkenden Architekten. Bereits im 1758 – lange vor der Französischen Revolution und Napoleons Herrschaft – schlug er ein imposantes Bauwerk vor, das die königliche Achse schmücken sollte: eine riesige Elefanten-Skulptur, die im Inneren… Salons, Treppen und sogar einen Brunnen beherbergen würde. Einfach unglaublich!




Der Elefantenrüssel, der in Richtung Seine zeigt, sollte über 25 Meter hoch werden und auf einer Säulenbasis stehen. Im Inneren befanden sich mehrere kreisrunde Räume, die sich über mehrere Etagen erstreckten und durch eine spiralförmige Treppe in einer der Beine zugänglich waren. Das Denkmal war auch als Ort der Spaziergänge, Beobachtungen und sogar Empfänge für die damalige intellektuelle Elite gedacht.
Das Projekt war weder an Ambitionen noch an technischen Raffinessen arm. Ribart veröffentlicht ein Werk von über 100 Seiten, um seine Idee zu verteidigen. Doch der Königliche Rat steht diesem riesigen Elefantenmodell skeptisch gegenüber und zieht es vor... überhaupt nichts zu bauen. Das Projekt wird abgelehnt.
Die Idee der Elefanten-Denkmäler verschwindet jedoch nicht aus den Träumen der Stadtplaner. Einige Jahrzehnte später greift Napoleon I., ein begeisterter Anhänger kraftvoller Symbole, die Idee auf und plant für die Place de la Bastille ein Projekt. Dieses Mal soll ein Bronze-Elefant mit Brunnen entstehen, gefertigt aus den während der Kämpfe erbeuteten Kanonen.
Wussten Sie schon? Ein bronzener Elefant hätte den Place de la Bastille zieren sollen
Kennen Sie die Geschichte des mysteriösen Bronzeelefanten auf dem Place de la Bastille? Wir erzählen Ihnen von diesem monumentalen Projekt, das sich Napoleon I. gewünscht hatte, das aber letztendlich nie in Paris realisiert wurde. [Mehr lesen]
Heutzutage fällt es schwer, sich Paris ohne seinen Triumphbogen vorzustellen, der 1806 als Zeichen der napoleonischen Siege eröffnet wurde. Doch wenn Ribarts Entwurf bereits 50 Jahre früher genehmigt worden wäre, hätte die Spitze der Champs-Élysées eine ganz andere Silhouette gehabt.
Diese Seite kann KI-gestützte Elemente enthalten, weitere Informationen finden Sie hier.











Wussten Sie schon? Ein bronzener Elefant hätte den Place de la Bastille zieren sollen














