Der Pavillon de l'Ermitage, das letzte erhaltene Relikt des Château de Bagnolet, ist eine faszinierende Sehenswürdigkeit im 20. Arrondissement.

Von Graziella de Sortiraparis · Aktualisiert am 5. Januar 2026 um 15:55
Durch seine Gitter können Sie ein authentisches Zeugnis des 18. Jahrhunderts entdecken: den Pavillon des Einsiedlerhauses, das letzte erhaltene Bauwerk des Schlosses von Bagnolet – eine wahre Kuriosität und ein Meisterwerk seiner Zeit.

Im Herzen des 20. Arrondissement, zwischen den Gebäuden, versteckt sich ein kleines Juwel. Ein Überbleibsel, eine Zeitkapsel, die der Hektik der Stadt trotzt: der Pavillon de l'Ermitage. Es ist keine schillernde Attraktion, kein einprägsames Logo à la Paris, das auf jeder Postkarte zu finden ist, sondern vielmehr ein Flüstern der Vergangenheit, eine „Folie“ aus dem 18. Jahrhundert, die der Gier der Stadt glücklicherweise entkommen ist.

Eine Überrest aus vergangenen Zeiten

Um sie zu entdecken, muss man in das Viertel um die Porte de Bagnolet abtauchen – in eine unerwartete Ecke am Rande von Paris. Hinter einem schlichten Gitter öffnet sich ein kleiner Garten, der den Pavillon verbirgt. Es sieht aus wie ein hübsches Landlebenhaus, direkt aus einer Watteau-Fredegrafie, wie durch Zauberhand dort hingestellt.

Dies ist der letzte Überrest des Schlosses von Bagnolet, einer großen ländlichen Anwesen, das im 18. Jahrhundert dem Regentschaft Philippe d'Orléans und später der Herzogin von Orléans, Anne-Marie von Bourbon, gehörte. Es ist zudem ein seltener Beispiel für Pavillon im Régence-Stil.

Eine intime Schönheit

Stellen Sie sich vor: Damals war dieses Gebiet nur Felder, französische Gärten und üppige Hecken. Die Herzogin, müde vom Protokoll im Versailles und dem Prunk Paris’, zog sich hierher zurück, um die einfachen Freuden des Landlebens zu genießen. In diesem idyllischen Geist ließ sie zwischen 1722 und 1727 eine kleine Anlage errichten — ein Eremitage, wo man Tee trinken, lesen oder einfach fernab vom Trubel träumen konnte.

Beim Besuch des Hermitage-Pavillons fällt vor allem seine niedrige, menschliche Größe auf. Statt monumentaler Säulen oder beeindruckender Fresken präsentiert er sich in einer dezenten Eleganz. Im Inneren entdeckt man gedämpfte Salons mit zarten Holzverkleidungen und Original-Wandmalereien, die den Charme vergangener Zeiten spüren lassen.

Leider sind Führungen dorthin eher selten, doch Sie können das Gebäude von außen bewundern – durch die Gitter können Sie den Pavillon und seinen Garten gut übersehen.

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Praktische Informationen

Standort

148 Rue de Bagnolet
75020 Paris 20

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