Es gibt eine neue Adresse, die man sich im 5ᵉ Arrondissement von Paris unbedingt merken sollte – für Liebhaber von handwerklich hergestellten Eiscremes: Seit dem 12. April 2026 hat LaCrèma seine Türen in der Rue Soufflot 19 geöffnet, nur einen Steinwurf vom Panthéon entfernt und ganz in der Nähe des Eingangs zum Jardin du Luxembourg. Ein ideal gelegener Standort zwischen zwei ikonischen Wahrzeichen des Quartier Latin, dort, wo Passanten mit einem ganz natürlichen Frischegefühl vorbeischlendern. Es ist Roberta Faria, eine leidenschaftliche brasilianische Mitbegründerin, die hier die Leitung dieses Glacier artisanal übernimmt – nicht ganz wie andere.
Was LaCrèma sofort von seinen Mitbewerbern unterscheidet, ist eine von Anfang an verankerte Überzeugung: dem Körper der Kundinnen und dem Planeten etwas Gutes zu tun. Hier gibt es keine Kuhmilch und keine Sahne, sondern selbstgemachte pflanzliche Basiszutaten, die täglich vor Ort frisch zubereitet werden. Für die Pistazie arbeitet Roberta mit einem hausgemachten Pistaziengetränk aus mediterranen Nüssen, die geröstet werden. Für die Vanille kommt selbstgemachte Cashewmilch, die Rundung und seidige Textur verleiht. Im Schaufenster wird kein Produkt als vegan ausgewiesen, und das ist Absicht: Die Idee ist, Vorurteile zu überwinden, indem einfach sehr gutes Eis angeboten wird.
Der CO2-Fußabdruck der Boutique wird bis ins kleinste Detail durchdacht: Alle Maschinen laufen mit Wasser, Löffel bestehen aus essbarem Gebäck, Früchte jenseits der Norm (jene, die Supermärkte wegen ihres Aussehens ablehnen würden) werden in Sorbets recycelt. LaCrèma hat sich außerdem dem Programm 1 % für den Planeten angeschlossen. Was die Süße betrifft, setzt Roberta ausschließlich auf ungezüchteten Rübenzucker, mit einem Anteil von 18 bis 23 % je nach Sorte, deutlich unter den konventionellen Rezepturen, die oft über 40 % liegen. Pflanzliche Ballaststoffe (Psyllium, Chicorée-Wurzel) ersetzen die üblichen Stabilisatoren und liefern echten Nährwertvorteil.
Die Speisekarte folgt den Jahreszeiten: Die Erdbeeren sind gerade eingetroffen, die Kiwi verabschiedet sich bald. Zu den Pflicht-Highlights zählt eindeutig das Kaffee-Eis, klar das Signatur-Parfum. Roberta arbeitet mit Terres de Café, einem brasilianischen Spezialitätenkaffee, der per Segel geliefert wird, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Die Basis bildet eine selbstgemachte Mandelmilch, und das Ergebnis ist beeindruckend: eine seidige Textur, eine direkte Aromatik mit der ganzen Komplexität des Kaffees – von fruchtigen Noten bis zu kakaoartigen, gourmanden Nuancen. Es ist das Aroma, das Roberta nur in limitierter Stückzahl pro Tag produzieren kann, so viel Sorgfalt erfordert es.
Die Mediterrane Pistazie, hausgeröstet, ist ebenfalls einen Abstecher wert – mit einem klaren, pflanzlichen Aroma, das von der Basis nicht verdeckt wird. Die Vanille aus Tansania, signiert von Galand Vanille, ist außerordentlich intensiv und überzeugt auch Liebhaber dieses Geschmacks in seiner authentischsten Form. Hinweis: Mehrere Sorten basieren auf Cashew, Mandel oder Haselnuss; bei einer Nussallergie besser bei der Bestellung darauf hinweisen.
Bei laCrèma kann man natürlich To-Go bestellen, um im Park spazieren zu gehen, aber man kann auch vor Ort essen, um ganz entspannt einen heißen oder kalten Kaffee zu genießen.
Wir hatten wirklich einen echten Coup mit der Kaffee-Eiscreme: kraftvoll, direkt, kein Blatt vor den Mund. Wer Espressos mag, ist hier genau richtig. Die Pistazie überzeugt ebenfalls, weil der natürliche Fruchtgeschmack nicht von der Basis überlagert wird – eine angenehme Abwechslung zu den oft zu glatten Varianten, die man anderswo findet. Eine Überraschung gab es beim Kiwi, auf den man nicht unbedingt gesetzt hätte, der sich aber als sehr gut erwies – mit dem authentischen Fruchtgeschmack, der sofort zu erkennen ist. Insgesamt sind die Eissorten von LaCrèma weniger süß als der Durchschnitt, sodass man jeden Duft wirklich wahrnehmen kann. Genießen ja, aber bitte richtig und gesünder zugleich. Einziger Wermutstropfen: Da es sich um eine handwerkliche Adresse handelt und die Lieblinge täglich wechseln, kann es gegen 14 Uhr schon mal zu Ausverkauf kommen. Um sicherzugehen, die Sorten zu bekommen, die Ihnen gefallen, nicht zu lange zögern.
Es ist eine Adresse, die sich gleichermaßen an Neugierige wie an Gourmets richtet – mit der Familie, zu zweit oder mit Freunden – nach einem Besuch im Panthéon oder einem Bummel durch den Luxembourg-Garten. Die selbstgemachte Schlagcreme wird immer angeboten, eine seltene Geste in dieser Gegend. Rechnen Sie mit 6 € für eine Dreier-Variante mit drei Sorten und 7 € für die Große mit vier Sorten. LaCrèma befindet sich in der 19 Rue Soufflot, Paris 5e, erreichbar von der Métro Luxembourg (RER B) oder Cardinal Lemoine. Der Ort ist täglich von 13:00 bis 22:30 Uhr geöffnet.
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Termine und Öffnungszeiten
Nächste Tage
Sonntag :
von 13:00 bis 22:30
Montag :
von 13:00 bis 22:30
Dienstag :
von 13:00 bis 22:30
Mittwoch :
von 13:00 bis 22:30
Donnerstag :
von 13:00 bis 22:30
Freitag :
von 13:00 bis 22:30
Samstag :
von 13:00 bis 22:30
Standort
LaCrèma Gelato
19 Rue Soufflot
75005 Paris 5
Offizielle Seite
www.instagram.com











































