Im Jahr 1763 verliert Frankreich den Siebenjährigen Krieg gegen Großbritannien, und sein koloniales Imperium wird tief erschüttert. Um seine Macht wiederherzustellen, beschließt das französische Königreich, große Expeditionen rund um den Globus zu starten. Das Armeemuseum hinterfragt die Geschichte und die Zielsetzungen dieser Expeditionen sowie derjenigen, die folgen – vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. In einer Ausstellung zeigt das Museum, was sich hinter diesen Reisen verbirgt und welche Rolle das Militär dabei spielte.
Vom 15. April bis zum 16. August 2026 öffnet die Ausstellung Explorations: Eine Staatsangelegenheit? ihre Türen. Sie vereint eine Vielzahl historischer Dokumente, wissenschaftliche und technologische Artefakte, Karten, Gemälde, Zeichnungen und Illustrationen sowie Zeitzeugenberichte aus verschiedenen Epochen.
Drei Jahrhunderte französischer Erforschungsgeschichte werden hier erstmals vorgestellt. Je nach Epoche, wirtschaftlichen Interessen und politischen Kontexten unterscheiden sich diese Weltreisen deutlich voneinander.
Im 18. Jahrhundert treiben nationale Rivalitäten und der Wunsch nach Expansion und Reichtum die Könige und Herrscher Europas dazu, ihre Armeen in die entferntesten Winkel der Welt zu schicken. Die Entdecker machen sich auf die Suche nach unbekannten Landstrichen, idealerweise voll von Schätzen, die es zu verkaufen gilt. Auch die Staaten streben danach, ihre Gebiete zu vergrößern und strategisch wichtige Zonen für Handel und Krieg unter ihre Kontrolle zu bringen.
Doch nicht nur Händler und Soldaten begeben sich auf Abenteuer: Auch zahlreiche Wissenschaftler nutzen diese Expeditionen, um ihr Wissen zu erweitern und vielleicht bahnbrechende Entdeckungen zu machen, die den Fortschritt der Menschheit vorantreiben.
Im 19. Jahrhundert standen vor allem wissenschaftliche Expeditionen und territoriale Eroberungen im Mittelpunkt, die tiefgreifende Veränderungen mit sich brachten. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Frankreich alles daran, seine verlorene Macht wiederzuerlangen, besonders unter der Nazi-Besatzung gelitten hatte. Dabei spielte die Weltraumfahrt eine entscheidende Rolle, die mit Hochdruck von den USA und der Sowjetunion vorangetrieben wurde. Auch der Tourismus gewann immer mehr an Bedeutung, sodass die Menschen selbst auf Entdeckungsreise gingen, um diese faszinierende Welt zu erkunden.
Im 21. Jahrhundert verfolgen französische Expeditionen ein weiteres Ziel: Sie sollen Lösungen für Klimakrisen finden, aufkommende Konflikte eindämmen oder die Kontrolle über bedrohte Ökosysteme und knappe Ressourcen sichern.
Wissenschaft, Handel, Macht, Krieg: Jede Ära hat ihre Expeditionen, bei denen das Militär eine entscheidende Rolle spielt. Das Pariser Museum beleuchtet die Bedeutung des Militärs bei diesen Unternehmungen.
Der Musée der Armee erläutert die vielfältigen Aufgaben und die Kompetenzen, die das Militär für die Durchführung dieser Einsätze einsetzt. Die Ausstellung führt durch erfolgreiche Missionen ebenso wie durch die Rückschläge, die Frankreich daraus zog, und zeigt, wie diese Ereignisse die Geschichte beeinflusst haben.
Ab April 2026 können Sie die neue Sonderausstellung im Armeemuseum entdecken.
Termine und Öffnungszeiten
Von 15. April 2026 bis 16. August 2026
Standort
Armeemuseum
129 Rue de Grenelle
75007 Paris 7
Tarife
Tarif réduit : €12
Plein tarif : €17
Offizielle Seite
www.musee-armee.fr
Reservierungen
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