Die Maison de la culture du Japon in Paris widmet eine beeindruckende Retrospektive dem legendären Isao Takahata (1935–2018). Als Mitbegründer des Studio Ghibli im Jahr 1985 zusammen mit Hayao Miyazaki und Toshio Suzuki zählt Isao Takahata zu den wichtigsten Persönlichkeiten der japanischen Animationskunst. Und die Ausstellung stößt sowohl bei Pariserinnen und Pariser als auch bei Besuchern aus aller Welt auf große Resonanz – weshalb sie bis zum 7. Februar 2026 verlängert wurde.
1968 drehteIsao Takahata seinen ersten Spielfilm, "Das große Abenteuer von Hols, dem Sonnenprinzen" (in Frankreich unter dem Titel "Horus, prince du Soleil" vertrieben). Es folgten 1981"Kié la petite peste", ein Jahr später"Goshu le violoncelliste", 1987"L'Histoire des canaux de Yanagawa" und 1988"Le Tombeau des lucioles" (Das Grab der Glühwürmchen); sicherlich der Film, mit dem er sich international einen Namen gemacht hat. Mit seinem poetischen und innovativen Werk hat Isao Takahata die Welt des Animationsfilms verändert.
Bis zum 7. Februar 2026 widmet die Maison de la culture du Japon dem renommierten Filmemacher eine umfassende Retrospektive mit dem Titel „Isao Takahata – Pionier des zeitgenössischen Animationsfilms, zwischen Nachkriegszeit und Studio Ghibli“. Nachdem sie bereits in Japan, Südkorea und Thailand großen Anklang fand, kommt die Ausstellung nun endlich nach Paris.
Wie der Titel schon sagt, ehrt die Ausstellung die Arbeit vonIsao Takahata, von seinen Anfängen in den 1960er Jahren bis zu seinen jüngsten Erfolgen, insbesondere"Das Märchen von Prinzessin Kaguya" (2013). Auch wenn die Ausstellung auf einige seiner Meisterwerke mit dem Studio Ghibli zurückblickt, will die Veranstaltung vor allem Isao Takahata, seine Kreativität, sein Talent, seinen humanistischen Blick und seinen Sinn für das Erzählen von Geschichten würdigen.
Zu diesem Zweck enthüllt " Isao Takahata - Pionier des zeitgenössischen Zeichentrickfilms, von der Nachkriegszeit bis zum Studio Ghibli " eine beeindruckende Auswahl an Notizbüchern, Storyboards, Layouts, Skizzen, Schlüsselposen, Originalzeichnungen, Zelluloiden, Filmausschnitten und Videos. Planen Sie bei Ihrem Besuch also etwas Zeit ein. Um den Entstehungsprozess des japanischen Animationsfilms durch die Augen vonIsao Takahata besser zu verstehen, ist es wichtig, alle Karten zu lesen und jedes Video anzusehen. Einziges Manko: In mehreren Vitrinen werden Notizbücher enthüllt, die auf Japanisch geschrieben sind. Bei einigen von ihnen hätten wir uns über eine Übersetzung von Auszügen gefreut. Wir empfehlen Ihnen jedoch, im letzten Raum des Kulturzentrums zu verweilen, um den Übergang von der Zeichnung zur Animation zu bewundern.
Der chronologisch angelegte Rundgang beginnt mit einer Präsentation vonIsao Takahatas ersten Arbeiten bei Toei Doga (heute Toei Animation). Die Ausstellung geht insbesondere auf den ersten Spielfilm des Regisseurs für das Kino ein:"Das große Abenteuer von Hols, Prinz der Sonne" (1968). Anschließend wird seine Arbeit für das Fernsehen in den 70er Jahren vorgestellt, mit Serien wie"Heidi" (1974),"Marco" (1976) oder"Anne... das Haus mit den grünen Giebeln" (1979).
Im dritten Teil werden einige seiner in Japan spielenden Werke (wieder-)entdeckt, die seine Reflexion über die zeitgenössische Geschichte offenbaren. Die Ausstellung widmet sich insbesondere"Das Grabmal der Glühwürmchen" (1988), dem wohl bekanntesten Meisterwerk des Regisseurs, aber auch"Erinnerungen Tropfen für Tropfen" (1991) und"Pompoko" (1994), die vom Studio Ghibli produziert wurden.
Der letzte Teil befasst sich schließlich mit den neuen Formen des Zeichentrickfilms vonIsao Takahata, der sich bei der Gestaltung von"Meine Nachbarn, die Yamadas" (1999) und"Das Märchen von Prinzessin Kaguya" (2013) von traditionell bemalten Schriftrollen inspirieren ließ.
Haben Sie Lust, erneut in die inspirierende und bedeutende Arbeit von Isao Takahata einzutauchen? Dann besuchen Sie die Maison de la Culture du Japon bis zum 7. Februar 2026. Achtung: Im Gegensatz zu den Ausstellungen im Erdgeschoss des Kulturzentrums sind die Ausstellungen im zweiten Stock kostenpflichtig. Der Preis bleibt jedoch erschwinglich. Für Vollzahler kostet der Eintritt 7 Euro, ermäßigt zahlt man 5 Euro.
Termine und Öffnungszeiten
Von 15. Oktober 2025 bis 7. Februar 2026
Standort
Japanisches Kulturhaus
101B Quai Branly
75015 Paris 15
Tarife
Tarif réduit : €5
Plein tarif : €7
Offizielle Seite
www.mcjp.fr
Weitere Informationen
Ausstellungsraum (Ebene 2)







































