Nach der französischen Brasserie Alfred und dem kleinen, langgezogenen italienischen Restaurant Alfi's eröffnen die vier windigen Jungs Casimir und Théodore Mahoudeau, Martin und Basile Beaupère eine dritte Adresse in derselben Rue du Mont-Thabor am Rande des Tuileriengartens und kehren zu ihrer ersten Liebe zurück: der französischen Küche.
Auch wenn Alfred nach Alfred de Musset benannt wurde, ist es die Autorin George Sand, seine Geliebte, mit der er flammende Briefe wechselte, der das neue Restaurant schmeichelt und die deshalb den Beinamen Le Sand erhält.
Es ist also ganz natürlich, dass dieses große Lokal an der Ecke der Straßen Mont-Thabor und Rouget-de-L'Isle, das eine Mischung aus einem schicken Pariser Bistro und einem Coffeeshop ist, in dem man zu jeder Tageszeit einen Kaffee und eine Patisserie genießen kann, sich bei seiner ebenso gedämpften wie holzgetäfelten Einrichtung von Studio Harp von den Codes des 19.
Die Brasserie des Sand verfügt über Holzbalken, samtbezogene Sitzbänke, Stühle aus gebranntem Holz und eine lange Theke aus gebürstetem Edelstahl. Auf der Seite des Sand Café finden sich japanische Elemente wie die gewebte Decke, die sanft leuchtenden Lampen von Isamu Noguchi, die unregelmäßig gebogenen Stehtische, die Bistrostühle und der Boden im vierfarbigen Schachbrettmuster. Und um die beiden Räume miteinander zu verbinden, gibt es eine lange Terrasse, die mal sonnig, mal schattig ist.
Die Speisekarte des Sand istvon morgens bis abends von Jon Morales gezeichnet, einem Koch, der bereits im Alfi's und im Alfred gekocht hat. Seine Speisekarte ist klassisch, wie man es von dieser Art von Lokalen erwartet, und recht teuer, aber sie wird mit Produkten aus der Region zubereitet. Radieschen-Butter (7€); Pinchos von marinierten Sardellen, Comté und Guindillas (7€); ein Teller mit fein geschnittenem Bellota-Rohschinken (15€), um mit mehreren Personen zu picken, dann geht es direkt zu den Gerichten - wir hätten es begrüßt, wenn es echte Vorspeisen auf der Karte gegeben hätte, statt nur pickende Gerichte.
Hier findet man die großen Klassiker der Snackkarten von Hotels (die traditionellen Club-Sandwiches, Burger, Salade Niçoise, Hot Dog, Pastrami-Sandwich) und eher bistronomische Gerichte wie dasOnglet vom Rind mit Chimichurri-Sauce (28€) und den Fisch des Tages (25€), die die Küche zwar nicht revolutionieren, aber gut ausgeführt sind. Das Tiramisu hingegen (12€) beweist Kreativität und wird im Geiste eines Alfajors, eines typischen lateinamerikanischen Gebäcks, serviert.
Erwähnenswert ist auch der sonntägliche Brunch, der für 45 € angeboten wird. Ein recht hoher Preis für das Angebot (Vorspeise, Hauptgericht, Nachspeise), also kann man ihn auch gleich auf der Sonnenterrasse genießen, damit er sich auch rentiert!
Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.
Standort
Der Sand
7 Rue Rouget de Lisle
75001 Paris 1
Offizielle Seite
www.lesand-paris.com



























