La Ferrandaise gehört zu den Pariser Adressen, die die Zeit überdauern und sich nicht von Trends treiben lassen. Im 6e Arrondissement bietet dieses Auvergne-Restaurant eine traditionelle Küche, verwurzelt in gutem Produkt und klassischen Rezepten, mit besonderem Augenmerk auf Qualitätsproduzenten und die Jahreszeiten.
Nur wenige Meter vom Jardin du Luxembourg entfernt, zollt diese Adresse seit mehr als 20 Jahren der Auvergne Tribut, und zwar über eine Speisekarte, die rund um Produkte aus der Heimat aufgebaut ist und größtenteils von Bio-Produzenten aus dem Puy-de-Dôme stammt, darunter eine verführerische Auswahl an Käsen von den Bauernhöfen (15€). Der Name des Restaurants selbst, entlehnt von einer lokalen Rinderrasse, gibt die Richtung damit eindeutig vor.
Das Ambiente folgt demselben Prinzip: Bänke, Holz, sanftes Licht und eine schöne Terrasse, um die Sonne zu genießen. Die Atmosphäre erinnert an ein traditionelles Bistro, ohne um jeden Preis modernisiert zu werden. Im Untergeschoss sorgt eine gewölbte Kellerruine mit viel Charme für Privatisierungen und stärkt die Prägung des Ortes. Wären das Überreste der Philippe-Auguste-Mauer?
Auf dem Teller setzt das La Ferrandaise auf bewährte Rezepte, die nicht darauf abzielen, zu überraschen, sondern durch Qualität und Großzügigkeit zu überzeugen. Die Gerichte im Großmutterstil nehmen hier eine zentrale Rolle ein: Kalbsbeinscheibe, Kalbskopf mit Gribiche-Sauce, Nieren, Kalbsbries oder auch Ochsenschwanz-Pressé. Französische und auvergnatische Klassiker werden hier mit Respekt zubereitet.
Einige Zubereitungen gelten außerdem als Aushängeschilder für Stammgäste, wie die Blanquette de veau (26€), hergestellt aus Fleischrassen aus der Zentralregion Frankreichs, das Foie gras, die Terrine maison (10€) oder auch die Rillettes vom Schwein (8€), die ein beherrschtes Charcuterie-Handwerk belegen.
Der Pâté en croûte (14€), den wir bei unserem Besuch probierten, überzeugt mit einem sorgfältig ausgearbeiteten Teigmantel und einer harmonischen Fleischabmischung, die keinerlei Schwerfälligkeit zulässt – ideal für einen warmen Frühlingstag. Die übrigen Gänge setzen den Stil fort, wie die hausgemachten Burgunder-Schnecken (6 Stück, 12€) oder das Rinderfilet mit Pfeffersauce, wunderbar zart (34€), begleitet von einem traditionellen Gratin forezien.
Am Ende des Menüs bleiben Desserts im klassischen Repertoire, zwischen einer leichten Schwimmenden Insel (10€) und einem üppigen Stück Tarte Tatin mit Birnen (13€). Und wer gern gemeinsam anstoßen möchte, dem sei Gilles, der Wirt, empfohlen: Er führt Sie mühelos durch seine schöne Auswahl an Weinen kleiner und großer Produzenten aus dem französischen Weinbau!
Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.
Standort
La Ferrandaise
8 Rue de Vaugirard
75006 Paris 6
Offizielle Seite
laferrandaise.com



























