Gourmet-Alarm, Freunde! Der belgische Spitzenkoch Mallory Gabsi, den man liebt (von Top Chef im Jahr 2020 entdeckt), eröffnet 140°, seine Frittenbude im Stil der belgischen fritkots, in der 6 Rue des Petits Carreaux, im 2. Arrondissement von Paris, mitten im Montorgueil-Viertel. Die Pforten öffnen sich am 27. Juni 2026 – ehrlich gesagt brennt es uns schon darauf, die erste heiß-knusprige Pommes zu schnappen.
Für alle, die dem Koch von Beginn an folgen, ist das in Paris kein Novum. Bereits 2020 hatte er mit Adrien Cachot ein temporäres Restaurant eröffnet, ein Projekt, das rasch wieder verschwand – dem Erfolg zum Opfer gefallen. Diesmal kommt eine echte, dauerhaft angelegte Adresse nach Paris.
Hier wird die frite wirklich ernst genommen. Aus der Region Hauts-de-France sorgfältig ausgewählte Agria-Kartoffeln, doppelt gegart, millimetergenau gesteuerte Temperatur: alles darauf ausgelegt, die perfekte Knusprigkeit zu gewährleisten – außen goldbraun, innen zart.
Was die Einrichtung angeht, interpretieren die Architekten Emma Collet und Thomas Diettert die Ästhetik des belgischen Fritkot in einer zeitgenössischen Version neu: glänzende Fliesen, Formica, kleine bunte Fliesen im Stil der 60er-Jahre und Leuchtreklamen. Der Raum ist kompakt und ordnet sich um eine Theke aus gelb glasierter Lavastein, die direkt auf die Fritteuse ausgerichtet ist und damit zum Zentrum des Dekors wird (von der Decke hängt eine große gelbe Markise herab, die das Wartemuster unter dem Vordach der Friterien von einst nachahmt).
Der Name ist kein Zufall. 140° ist die ideale Temperatur, um mit dem Frittieren der Pommes zu beginnen – kein Grad mehr, kein Grad weniger. Der Koch erzählt, die Idee sei während Top Chef entstanden, als Christophe Hardiquest ihn daran erinnert habe, 140 statt 130 Grad anzustreben. Eine Präzision, die ihn seither nie verlassen hat – so sehr, dass sie zum Markenzeichen einer auf einer Peniche gegründeten Frittenbude wurde, später in Brüssel im Jahr 2021 Fuß fasste und schließlich nach Paris zog.
Erinnert sei daran, dass Mallory Gabsi seitdem einen Michelin-Stern für sein Gourmet-Restaurant im 17. Arrondissement erhalten hat. Mit 140 Grad kehrt er deshalb zu einer deutlich zugänglicheren Küche zurück, ohne an Präzision zu verlieren.
Pommes frites, natürlich, aber nicht nur. Die Karte entfaltet eine ganze Galerie von Klassikern der Frittenbudenkultur, die man stehend, auf die Schnelle, um einen brennenden Frittenkegel herum genießen kann:
Und weil Pommes einfach erst mit der passenden Soße so richtig gut schmecken, bietet das Haus eine ganze Reihe eigener Kreationen: cremige Mayonnaise, Ketchup, Chili-Knoblauch, Algérienne, Samouraï. Die Andalouse-Soße nimmt eine Sonderstellung ein, verfeinert mit einem Hauch Harissa – ein Wink auf die tunesischen Wurzeln des Küchenchefs und die Küche seines Großvaters. So wird jede Portion noch sublime.
Wir können es kaum erwarten, das alles auszuprobieren. Die Adresse dürfte Gourmets des Street Food-Genusses, Liebhaber des echten belgischen Pommes-Frites-Kegels und all jene überzeugen, die das Können eines Michelin-Sterne-Kochs in lockerer Atmosphäre kosten möchten. Ein einziges Motto: schnell hingehen, essen – und wir wetten, man kommt sicher wieder.
Wenn Sie Mallory Gabsi gerne folgen, empfehlen wir Ihnen auch, einen Blick auf sein mit Sternen ausgezeichnetes Gourmetrestaurant im 17. Arrondissement, das wir getestet haben.
Termine und Öffnungszeiten
Von 27. Juni 2026 bis 31. Dezember 2029
Standort
140° Belgischer Fritkiosk von Mallory Gabsy
6 Rue des Petits Carreaux
75002 Paris 2



























