Kazuo Kitai: Das humanistische Werk des Fotografen wird im Haus der Kultur Japans ausgestellt.

Von Caroline de Sortiraparis · Fotos von Caroline de Sortiraparis · Aktualisiert am 29. April 2026 um 15:48
Diesen Frühling würdigt die Maison de la culture du Japon à Paris die Arbeit von Kazuo Kitai, einem der großen Meister der japanischen Nachkriegsfotografie. Kazuo Kitai, das Lob des Alltags heißt die Ausstellung, die fast 130 Abzüge zeigt und die studentischen Kämpfe, ländliche Widerstände und Dörfer im Verschwinden dokumentiert. Es ist vom 30. April bis zum 25. Juli 2026 zu sehen.

Für seine neue temporäre Ausstellung widmet sich die Maison de la culture du Japon in Paris dem humanistischen Werk von Kazuo Kitai. In Frankreich und im übrigen Europa kaum bekannt, gilt Kazuo Kitai im Land der aufgehenden Sonne dennoch als einer der großen Meister der japanischen Nachkriegsfotografie. Vom 30. April bis zum 25. Juli 2026 widmet ihm die Maison de la culture du Japon in Paris eine Ausstellung. Unter dem Titel "Kazuo Kitai, das Lob des Alltäglichen" möchte diese Schau den Besuchern das bedeutende Werk dieses 1944 geborenen Fotografen näherbringen, der die Studentenbewegungen, die Landarbeiterkämpfe, sich wandelnde ländliche Landschaften und sogar alltägliche Szenen in Japan in den Fokus rückt – von Ama-Taucherinnen über Reisanbau bis hin zu Begräbnissen sowie dem Fest Ekin und dem Bodhisattva-Fest.

Bekannt für sein humanistisches Werk, Kazuo Kitai etabliert sich Ende der 1960er Jahre dank dokumentarischer Serien wie "Barricade" und "Sanrizuka". In den 1970er Jahren fotografiert Kazuo Kitai Dörfer am Rande des Aussterbens in "Vers les villages" und "Paysages vaguement familiers", bevor er in den 80ern mit "Funabashi Story" fortfährt oder jüngst mit "Promenade avec mon Leica" und "IROHA", Serien, die den japanischen Alltag erkunden. Als Beleg für seinen Ruf hat Kazuo Kitai mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter den Ihei Kimura-Preis im Jahr 1975 und den Hidano Kazuemon-Preis im Jahr 2024.

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Um das humanistische Werk von Kazuo Kitai zu präsentieren, das sich über sechs Jahrzehnte erstreckt, zeigt das Haus der Kultur Japans vom 30. April bis zum 25. Juli 2026 fast 130 Aufnahmen. Die Ausstellung ermöglicht Besuchern so eine vollständige Reise durch das Werk des Fotografen, von den militanten Serien der 1960er- und 1970er-Jahre bis zu seinen jüngsten Arbeiten, die er zu Hause realisiert hat.

Der Rundgang folgt einem chronologischen Leitfaden und gliedert sich in vier Abschnitte. Der erste Blick richtet sich auf die Anfänge des Fotografen und die Studentenproteste, während der zweite den Besucher in die Melancholie der japanischen Provinz der Siebzigerjahre führt. Im dritten Abschnitt richtet das Kulturzentrum Japan sein Augenmerk auf das Alltagsleben der Mittelschicht in den Schlafstädten rund um Tokio in den Achtzigerjahren.

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Der letzte Teil der Ausstellung widmet sich dem intimsten Schaffen des Fotografen und seinen jüngsten Arbeiten. Während alle gezeigten Fotografien in Schwarzweiß sind, platziert hier Kazuo Kitai in seiner Serie "IROHA" einige Farbakzente, die er malerisch umgesetzt hat. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass die Drucke aus seiner ersten Serie "Résistance" absichtlich zerrissen wurden. "Die Fotografien, die ich zerfetzt habe, waren jene aus der Studierendenbewegung, die ich vor sechzig Jahren mit zwanzig Jahren aufgenommen hatte, mit anderen Worten die Bilder meiner Anfänge. Es war ein Akt der Rebellion gegen mich selbst", heißt es außerdem an einer der Wände. Durch diese letzten Werke demonstriert Kazuo Kitai uns, dass er mit 81 Jahren noch immer schöpferisch tätig ist und uns überraschen kann.

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Mit einem Eintrittspreis von nur 5 Euro (Vollpreis) ist diese Ausstellung ein absolutes Muss für Fotografie-Fans. Achtung: Es wird daran erinnert, dass alle gezeigten Aufnahmen Schwarz-Weiß sind – auch die neusten Bilder. Die Installation dürfte außerdem Liebhaber japanischer Kultur begeistern, die mehr über das Leben der Japaner nach dem Krieg erfahren möchten. Kleiner Tipp: Folgen Sie idealerweise dem chronologischen Verlauf und lesen Sie alle Texttafeln sowie die Begleittexte in jeder Sektion, um das Werk und die künstlerische Entwicklung von Kazuo Kitai besser zu verstehen. Und verpassen Sie nicht das Sonderangebot zur Europäischen Nacht der Museen; am Samstag, dem 23. Mai, ist der Eintritt von 19:00 bis 22:00 Uhr frei und ohne Anmeldung!

Um die Aufnahmen von Kazuo Kitai kennenzulernen und sein Werk zu entdecken, das sich größtenteils mit den Veränderungen Japans – aus dem Blick von innen – beschäftigt, besuchen Sie die Maison de la culture du Japon vom 30. April bis zum 25. Juli 2026.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Von 30. April 2026 bis 25. Juli 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.

    Standort

    101B Quai Branly
    75015 Paris 15

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    Tarife
    Tarif réduit : €3
    Plein tarif : €5

    Offizielle Seite
    www.mcjp.fr

    Weitere Informationen
    Ausstellungsraum (2. Etage)

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