Der erste norwegische Coffee Shop in Paris eröffnet im 18. Arrondissement und lädt uns ein, eine noch wenig bekannte Facette der nordischen Küche in der Hauptstadt zu entdecken. Bonne erzählt die Geschichte von Malin, einer Norwegerin mit Ausbildung am Cordon Bleu, und Serdar, einem autodidaktischen Kaffeeliebhaber, die sich während ihres Studiums in Paris vor acht Jahren kennengelernt haben. Er im Bereich Audiovisuelle Medien, sie in der Küche. Nach fünf Jahren des Zusammenlebens und der gemeinsamen Entwicklung ihres Projekts haben sie beschlossen, den Schritt zu wagen. Seit wenigen Tagen geöffnet, hat uns dieser Neuzugang neugierig gemacht. Wir haben das Café getestet, das sich als eine echte Entdeckung mit vielen Schätzen entpuppt.
Si vous connaissez déjà quelques adresses suédoises à Paris comme Svenska Affären, où Malin a d’ailleurs travaillé, c’est une vraie nouveauté qu’un établissement mette en avant spécifiquement la cuisine norvégienne dans un cadre coffee shop. Le duo a arpents tous les quartiers de la capitale avant de tomber sous le charme de cette ancienne boucherie du 18e. « On cherchait un quartier avec une vraie ambiance de village, multiculturel, où il n’y avait pas encore trop de cafés », racontent-ils. Et justement, ce secteur a su préserver son authenticité, loin de l’effervescence touristique, tout en attirant une clientèle à la fois locale et curieuse.
Der Geist des Ortes ist bewahrt geblieben, denn die alten Kühlraumtüren erzählen noch von der Fleischerei-Vergangenheit und wurden mit viel Geschmack in eine einladende, warme Dekoration integriert. Beim Betreten begegnet man sofort einer Vitrine, die die täglich frischen Leckereien präsentiert. Würziger Orangenkuchen, Käsekuchen und andere Köstlichkeiten locken und verleiten dazu, alles probieren zu wollen. Das Besondere an Bonne ist jedoch eine typisch norwegische Spezialität, die überall auf der Speisekarte zu finden ist: das Brunost. Dieser braune „Käse“ ist eigentlich kein richtiger Käse, sondern eine Kondensationsreduktion von Molke, verfeinert mit Sahne. Er fasziniert ebenso wie er polarisiert. Mit seiner karamellartigen Optik und seinem einzigartigen Geschmack, der an Milchkonfitüre erinnert, ist er fester Bestandteil des norwegischen Alltags. Hier wird er sowohl in süßer als auch in salziger Variante angeboten.
Im süßen Bereich kommt Brunost in den norwegischen Waffeln zum Einsatz, die traditionell mit Himbeermarmelade und Sauerrahm serviert werden (9,50 €). Es findet sich auch im Cheesecake, wo es infundiert wird, sowie in den Cookies mit Nüssen und Brunost. Außerdem gibt es einen Blaubeer-Crumble, der dieses typische Produkt besonders hervorhebt. Die norwegischen Konditoreien unterscheiden sich übrigens von ihren skandinavischen Verwandten durch ihre Großzügigkeit, etwa mit Zimtschnecken (kanelbolle) und Kardamom-Varianten (kardemommebolle), die noch reichhaltiger gefüllt sind, sowie die großzügige Verwendung von Vanillecreme.
Im herzhafte Bereich empfehlen wir die Roggenbrotscheibe mit Räucherlachs, Frischkäse und Pickles für 14 €, oder das Sauerteigbrot mit 18 Monate gereiftem Comté, gesalzener Butter und Marmelade für 10 €. Für nur 2,50 € mehr können Sie ein mariniertes Ei oder für 3 € geräucherten Lachs dazu bestellen. Das Kakaograno mit Birnenkompott, Heidelbeeren und Maronen (10 €) rundet das Frühstücksangebot ab, das bis 15 Uhr serviert wird. Die Menüs erlauben es, das Erlebnis individuell zusammenzustellen, zum Beispiel die Kanelbolle oder Kardemommebolle mit Filterkaffee für 8 €, oder die Lachentartine mit hausgemachter Heidelbeere-Limonade für 16,50 €.
Wir haben es ausprobiert und lieben die norwegische Süßwaffel mit Brunost, Himbeermarmelade und Schlagsahne. Eine großzügige Waffel, die nicht zu dick ist und den unvergleichlichen Geschmack des Brunost perfekt zur Geltung bringt. Der Brunost- und Heidelbeerkäsekuchen ist wunderbar cremig, bleibt aber angenehm fest – einfach köstlich. Bei den Zimtröllchen mit Kardamom schätzen wir den authentischen Geschmack der Gewürze. Sie sind sowohl schön saftig als auch weich, keinesfalls trocken. Ebenfalls positiv hervorzuheben sind der Filterkaffee und die Spezialitäten, die ihre Versprechen halten.
Serdar hat sich drei Jahre lang autodidaktisch Wissen angeeignet, indem er YouTube-Videos schaute und Fachbücher verschlang. Sein Fokus liegt auf hochwertigen Spezialitätenkaffees, die er bei Supreme Roastworks in Oslo rösten lässt. Das brasilianische Rosimeire-Espresso aus Mantiqueira, naturbelassen, besticht durch fruchtige Noten von roten Beeren, Pflaumen und braunem Zucker sowie eine angenehme Rundung im Geschmack. Der äthiopische Filterkaffee aus Guji (€4) entfaltet florale Aromen, Anklänge von schwarzem Tee sowie ein fruchtiges Profil mit schwarzen Beeren und Pflaumen. Nur unter der Woche zeigt der indonesische V60-Frinsa Manis (7 € in Größe 01, 9 € in Größe 02) seine Facetten mit Geschmack von roten Fruchtkonfitüren und Mandarine, ergänzt durch eine cremige Textur.
Die Getränkekarte bietet auch Cappuccino (4,50 €), Flat White (5 €), Latte (5,50 €), Matcha Latte (6 €), Chai Latte (6 €), heißen Kakao und Tee (je 5 €). Das Getränk kann individuell angepasst werden mit einem zusätzlichen Espresso-Shot (1 €), hausgemachtem Vanillesirup (0,50 €) oder pflanzlicher Milch (je 0,50 €). Außerdem gibt es eine hausgemachte Heidelbeer-Limonade (5,50 €) sowie Søbogaard (5,50 €), dieses erfrischende nordische Getränk. Die Unterschiede zwischen den skandinavischen Küchen sind manchmal subtil, aber Norwegen hebt sich vor allem durch das allgegenwärtige Braunleder-Käse und oft üppigere Garnierungen hervor, wie dieser Artikel über nordische Gastronomie erklärt.
Das Coffee Shop ist von Dienstag bis Sonntag von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Derzeit beschränkt sich die kleine Küche noch auf das Wesentliche, wobei sich das Duo vor allem auf Kaffee und Backwaren konzentriert. Doch es ist gut vorstellbar, dass bei anhaltendem Erfolg, der bereits sichtbar wird, bald norwegische Spezialitäten das Angebot erweitern. Das Ambiente ist herzlich und freundlich, der Service schnell und professionell – alles in einer entspannten Atmosphäre, in der man sich Zeit für den Genuss nehmen kann. Es fällt schwer, wieder aufzubrechen und zurück ins Trubelparis zu kehren.
Kurz gesagt: Wenn Sie auf der Suche nach einer Gelegenheit sind, die norwegische Esskultur zu entdecken, ohne Paris zu verlassen, und dabei ein Fan von hochwertigem Kaffee sind oder neugierig auf das berühmte Brunost, das die Geschmäcker so spaltet – dann ist Bonne die Adresse, die Sie im 18. Bezirk unbedingt ausprobieren sollten. Hier geht es um das Erlebnis, um eine Geschmacksexkursion für eine kleine Auszeit, und um die Unterstützung eines Paares, das den Mut hatte, einen Teil der nordischen Gastronomie nach Paris zu bringen. Bonne Montmartre befindet sich in der 56 rue Labat, nur wenige Schritte von der Basilika Sacré-Cœur und der Metrostation Château Rouge entfernt. Das lebendige Viertel lohnt einen längeren Aufenthalt. Alle praktischen Infos finden Sie auf der Instagram-Seite von Bonne.
Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.
Termine und Öffnungszeiten
Nächste Tage
Donnerstag :
von 08:30 bis 17:00
Freitag :
von 08:30 bis 17:00
Samstag :
von 09:30 bis 17:00
Sonntag :
von 09:30 bis 17:00
Dienstag :
von 08:30 bis 17:00
Mittwoch :
von 08:30 bis 17:00
Standort
Guter Kaffee im Café
56 Rue Labat
75018 Paris 18
Empfohlenes Alter
Für alle
Offizielle Seite
www.instagram.com















































