Café de l'Usine, das versteckte Juwel von Alice Arnoux in einer ehemaligen Schuhfabrik in Belleville

Von Manon de Sortiraparis · Fotos von Manon de Sortiraparis · Aktualisiert am 15. Februar 2026 um 17:03
In der alten Schuhfabrik Spring Court im Viertel BellevilleLocated, setzt das Café de l’Usine auf klare, unkomplizierte Küche. Küchenchefin Alice Arnoux kreiert eine stets wechselnde, übersichtliche Karte – in einem beeindruckenden industriellen Ambiente, das in Paris kaum zu finden ist.

Abseits des Trubels in der Hauptstraße pflegt das Café de l’Usine eine angenehme Diskretion mitten im Herzen von Belleville. Das Restaurant der Chefköchin Alice Arnoux befindet sich im Hof einer Privatarena der Usine Spring Court. Diese ehemalige Schuhfabrik, die bis 1984 unter französischer Flagge produzierte, beherbergt heute ein gemütliches Restaurant, das neue Akzente in der Pariser Restaurantszene setzt.

Unter der großen industriellen Glasüberdachung führt der Weg zu diesem Restaurant mit minimalistischer Dekoration, geprägt von Metallstrukturen und poliertem Betonboden. Die Empore unter dem Giebeldach und der schmale Thekenbereich entlang der ehemaligen Fabrikfenster laden dazu ein, allein zu speisen. Im Winter sorgt der antike Holzofen für behagliche Wärme und Atmosphäre. 

Café de l'Usine - DécorationCafé de l'Usine - DécorationCafé de l'Usine - DécorationCafé de l'Usine - Décoration

In der Küche Alice Arnoux beginnt ein neues Kapitel ihres festen Standortes. Nach Stationen im Mermoz, einer iodisierten Residenz im Le Perchoir und ihrer Ausbildung in renommierten Häusern, darunter die von Alexandre Couillon und das legendäre Noma in Dänemark, legt die Köchin hier die Grundlage ihrer kulinarischen Philosophie. Sie setzt auf Saisonalität und Klarheit auf dem Teller. Hier gibt es keine unnötigen Effekthaschereien oder Schnickschnack: Stattdessen präsentiert sie eine Küche mit wenigen Worten.

Das Konzept basiert auf einer absichtlich kurzen Speisekarte, die jede Woche neu gestaltet wird: 2 Vorspeisen, 3 Hauptgerichte, ein Käse und 2 Desserts. Mittags bleiben die Menüs preiswert (25 € für Vorspeise und Hauptgericht oder Hauptgericht und Dessert, 30 € für Vorspeise, Hauptgericht und Dessert) – ohne auf Opulenz zu setzen. Die Portionen sind sättigend, ohne zu schwer zu sein. Abends gibt es ein einheitliches Fünf-Gang-Menü für 55 €, das eine umfassendere Entdeckung der Küchenweise des Hauses erlaubt, mit einer vegetarischen Variante.

Café de l'Usine - Tartare de boeuf Café de l'Usine - Tartare de boeuf Café de l'Usine - Tartare de boeuf Café de l'Usine - Tartare de boeuf

Denn das Café de l'Usine setzt ganz auf pflanzliche Köstlichkeiten, die mit Sorgfalt und Genuss zubereitet werden. Das vegetarische Vol-au-Vent zeigt diese Herangehensweise perfekt: knuspriger, sorgfältig mit Butter gefüllter Teig, saisonale Gemüse, die präzise behandelt werden (saftige Rote Bete, knackiger Sellerie, zarte Pilze für ein harmonisches Spiel der Texturen), abgerundet durch eine leicht säuerliche Spinatschaum-Emulsion.

Der Rinder-Tatar mit roher Sahne und Meerrettich trifft den Nagel auf den Kopf – mit einer Klarheit im Geschmack, die keine Überladung zulässt. Das Dessert mit bretagnischem Mürbeteig und Apfel begeistert durch seine Klassikerhaftigkeit, auch wenn es insgesamt etwas dezenter wirkt als der Rest des Menüs. Die hausgemachte Zitronenlimonade (5 €), prickelnd oder ohne, unterstreicht diesen Ansatz von Sorgfältiger Schlichtheit.

Café de l'Usine - Vol-au-vent légumesCafé de l'Usine - Vol-au-vent légumesCafé de l'Usine - Vol-au-vent légumesCafé de l'Usine - Vol-au-vent légumes

Das perfekte Beispiel für gelungenes Upcycling!

Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.

Praktische Informationen

Standort

5 Passage Piver
75011 Paris 11

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Offizielle Seite
www.cafedelusine.fr

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