Vor etwa zehn Jahren, als der Direktvertrieb vom Erzeuger zum Verbraucher in Frankreich an Boden gewann, begann auch der Gastronomiesektor, sich ernsthaft für regionale Bezugswege zu interessieren. Zu den Pionieren dieser Entwicklung zählte Les Résistants, im 10. Arrondissement von Paris, die damals auf eine Küche setzte, die vollständig auf ein Netzwerk von ausgewählten Produzenten aufgebaut war.
Heute hat sich die vom Gründer Florent Piard entwickelte Philosophie nicht verändert. Die Idee, ohne Zwischenhändler direkt mit Bauern, Gemüsebauern, Fischern, Käseherstellern oder auch Bäckern zusammenzuarbeiten, die dieselbe Vorstellung von Landwirtschaft und Ernährung teilen, steht nach wie vor im Mittelpunkt des Hauses.
Ungefähr hundert Partnerproduzenten versorgen das Restaurant täglich mit saisonalen Produkten, die umweltbewusst angebaut oder gehalten und zu Preisen bezahlt werden, die als fair gelten. Ein Zukunftsprojekt, das sich bezahlt macht: Das Restaurant hat die Dekade mit Rückenwind hinter sich gelassen. Selbst an regnerischen Tagen ist der Gastraum praktisch voll.
Anlässlich dieses Jubiläums schreibt das Haus dennoch ein neues Kapitel seiner Geschichte. Der Gastraum wurde vollständig neu durchdacht mit einer zeitgemäßeren Einrichtung, die den Bistro-Geist bewahrt, ohne in Klischees abzurutschen. Bequeme Sitzbänke, Lichtinstallationen im Art-Déco-Stil und eine große Holztheke schaffen eine warme Atmosphäre, die diese neue Identität perfekt begleitet.
In der Küche markiert auch die Ankunft des Chefkochs Igor Bulanda einen Wendepunkt. Nach Stationen in mehreren Häusern Europas, bevor er nach Paris kam, verleiht der Koch der Karte eine persönlichere Note, bleibt dabei jedoch der Philosophie des Hauses treu. Seine Herausforderung ist nicht unerheblich: eine kreative Küche zu gestalten, die aus Lagern schöpft, die sich von der Saison und der Verfügbarkeit der Produzenten laufend ändern.
Hier geht es nicht darum, Rezepte zu fixieren: Die Menüs folgen dem Rhythmus der Natur und zwingen das Küchenteam zu großer Anpassungsfähigkeit. Zum Besten! Auf dem Teller spürt man diese Entwicklung sofort. Die Vorschläge spielen mit Kontrasten, Texturen, Saucen und Beigaben, ohne jemals die Qualität der verwendeten Produkte zu verschleiern.
Bei unserem Besuch reiht sich Folgendes auf dem Tisch: freche Blutwurst-Kroketten (12€) mit einer Mayonnaise aus fermentiertem Knoblauch, eine großzügig mit Öl bestrichene Focaccia, die man in einen Dip aus Karotten, Senf und Salsa Verde taucht (10€), ein besonders zartes Rinder-Tartar (16€), sowie der oben genannte Teller, der dem Museum für Moderne Kunst würdig ist, auf dem feine Thunfischscheiben in Kräuteröl und brauner Butter thront (17€). Ein WOW-Effekt ist garantiert, sobald es am Tisch ankommt.
Platz für die Hauptgerichte, mit dem Hake, fangfrisch (30€), serviert mit einer Sauce aus oxidiertem Wein, Fenchel, neuen Zwiebel-Pickles und einer Knoblauch-Emulsion, die die Arbeit rund um die Saucen perfekt illustriert – dem eigentlichen roten Faden der Küche von Igor Bulanda. Selbst die vegetarischen Gerichte wirken nie wie eine Standard-Alternative, wie diese Gnocchi (25€), kombiniert mit einer Tomme mit Blüten, Zucchini, kandierter Zitrone und einer Salsa Verde.
Das Essen schließt mit einer Schokoladenmousse (12€) ab, veredelt durch eine Prise Meersalz, einen Tropfen Olivenöl und einem Mandel-Crumble. Bei den Preisen zählt man auf Süße: Rechnen Sie mit 25€ für das Menü Vorspeise/Hauptgericht oder Hauptgericht/Nachspeise, 29€ das Menü Vorspeise/Hauptgericht/Nachspeise.
Über den Teller hinaus verführt das Les Résistants - Le Bistrot auch Weinliebhaber dank eines besonders üppigen Weinkellers, der mehrere Tausend Flaschen beherbergt und von Florent Piard, Eliott de Moleron und Aurélien Despinsasse sorgfältig ausgewählt wird, der neu im Saal tätig ist, wo lebendige Weine und engagierte Weingüter einen besonderen Platz einnehmen.
Zehn Jahre nach der Eröffnung beweist das Le Bistrot des Résistants, dass man sich neu erfinden kann, ohne seine Überzeugungen aufzugeben. Mit einem frischen Ambiente, einem inspirierten Küchenchef und einer Küche, die noch kreativer wird, festigt die Adresse ihren Ruf als eine der Paris-Referenzen für jene, die eine Gastronomie suchen, die zugleich einfallsreich, ehrlich und zutiefst engagiert ist.
Mehr als nur ein restaurant locavore, ist es ein zeitgenössisches Bistro, in dem kulinarische Spitzenleistung ein Gesellschaftsprojekt trägt: eine gerechtere Ernährung – sowohl für Produzenten als auch für Konsumenten!
Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.
Termine und Öffnungszeiten
Nächste Tage
Mittwoch :
von 12:00 bis 14:00
- von 19:00 bis 22:00
Donnerstag :
von 12:00 bis 14:00
- von 19:00 bis 22:00
Freitag :
von 12:00 bis 14:00
- von 19:00 bis 22:00
Samstag :
von 12:00 bis 14:00
- von 19:00 bis 22:00
Sonntag :
von 12:00 bis 14:00
- von 19:00 bis 22:00
Montag :
von 12:00 bis 14:00
- von 19:00 bis 22:00
Dienstag :
von 12:00 bis 14:00
- von 19:00 bis 22:00
Standort
Die Widerstandskämpfer - Das Bistro
16 Rue du Château d'Eau
75010 Paris 10
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Infos zur Barrierefreiheit
Offizielle Seite
www.lesresistants.fr



































