Junger autodidaktischer Koch, Adrien Zheng eröffnet sein zweites Restaurant im Marais. Ein florierender Erfolg für den Franco-Chinesen, der bereits das überaus begehrte Mao Dumpling Bar mit gerade mal 20 Jahren in der Rue de Saintonge eröffnete – nur wenige Hundert Meter von der neuen Adresse entfernt, die den Namen Mao Fry trägt.
Ein Junge aus dem Marais, Adrien Zheng, hat sich in seinem Viertel die ersten Sporen verdient, unterstützt von einer Nanny und einer talentierten Köchin, die ihn ungehindert experimentieren ließ – wie die Idee, "Cheddar über chinesische Dumplings zu schmelzen". Ein Pluspunkt für den jungen Koch, der seitdem sämtliche Rezepte der beiden Restaurants seiner Mao Corporation signiert, egal ob es um die chinesischen Dumplings bei Mao Dumpling Bar geht oder um Burger und frittiertes Hähnchen bei Mao Fry.
Aus dem Bedürfnis heraus, sich mit seiner doppelten Kultur zu versöhnen – und das weiterhin im Familienkreis – stürzt sich Adrien Zheng in die Küche. "Bevor Mao Dumpling Bar existierte, war mir meine chinesische Kultur nicht nah. Meine Eltern stammen aus der Region Zhejiang im Südosten Chinas. Beim Aufwachsen habe ich versucht zu verstehen, wer ich bin und woher ich komme. In China nannte man mich den Franzosen, in Frankreich den Chinesen. Kürzlich habe ich erkannt, dass ich beides bin" erzählt er.
Aber wie soll man sich abheben, wo es doch so viele chinesische Restaurants in Paris gibt? Um das zu erreichen, ließ sich der Küchenchef von seinen Nächten inspirieren, in denen er umherschlenderte, schnupperte und sich an den Nachtmärkten Taiwans gütlich tat. In diesen nächtlichen Streifzügen hatte der Koch eine Epiphanie: Es fehlte auf der Speisekarte der chinesischen Restaurants in der Hauptstadt wirklich eine Spezialität – das XXL Chicken Steak à la taiwanaise (9€).
„Das Signature-Gericht des Restaurants, das XXL-Hähnchensteak, habe ich aus Taiwan mitgebracht. Es ist eine Art Milaneser Schnitzel, das man zu jeder Stunde des Tages und der Nacht mit den Fingern isst. Das gab es in Paris so nicht. Ich wollte diese Lücke schließen“ erklärt er. Es handelt sich tatsächlich um ein Filet französisches Hähnchen, mariniert in einer Sauce auf Basis von Soja, Reiswein, Sesamöl, Ingwer und Knoblauch, gewürzt mit sieben sorgfältig gehüteten Gewürzen, option piment für die Abenteuerlustigen, paniert in einer doppelten Panade aus Kartoffel- und Süßkartoffel, dann in einem heißen Fett frittiert.
Mit Sorgfalt platt geklopft, um die Fasern des Huhns zu zerreißen und ihm eine Größe von knapp 15 Zentimetern Länge bei 10 Zentimetern Breite zu geben, lässt sich dieses XXL-Hähnchensteak allein oder zu mehreren genießen, begleitet von frittierten Hähnchenhäuten mit sieben Gewürzen (4€) – man sollte keine Angst vor dem Öl haben, das gestehen wir ein. Was den Geschmack angeht, fanden wir die Panade des XXL-Steaks leicht sandig, doch das Hähnchen selbst war saftig und zart.
Als Bowl serviert (14€) präsentiert sich das frittierte Hähnchen von Mao Fry vor allem in Burgern, die einem die Sprache verschlagen – ganz ehrlich, es gehört zu unseren Entdeckungen die einen umhauen – eine der eindrucksvollsten Street-Food-Entdeckungen zu Jahresbeginn. Auch hier setzt der Koch wieder auf hochwertige Produkte, die bei Street-Food-Fans respektvoll hörbar mitschwingen. Das Brot ist dabei keineswegs neu im Szene-Bereich, denn es handelt sich um den dicken, goldenen Potato Bun von Shake Shack, der berühmten US-Kette, die bei Foodistos aus Amerika geschätzt wird.
Auf dem Stehimbiss dieser Ecke mit futuristisch-taiwanesischem Look, wo Neonlicht und Edelstahl aufeinandertreffen, oder draußen auf der kleinen Terrasse, entdeckt man 3 Burger, deren Rezepte nur geringfügig variieren. Alle enthalten ein knusprig frittiertes Hähnchenkeulenstück (für Zartheit und Saftigkeit), doch während der Burger Sesame Hanbao (14€), unser Favorit, mit hausgemachtem Sesam-Coleslaw serviert wird; der Burger OG Hanbao (13€) mit scharfer Mayonnaise; und der Burger Mao Chicken Hanbao (13€) mehr auf Frische setzt mit Kopfsalat und Gurkenpickles. Natürlich sollte man die Käse-Option (+1,50€) nicht verpassen, für noch mehr Kick.
Zum sanften Abschluss nach diesen großen Burgern gibt es nichts Besseres als ein kleines pastel de nata mit Macao-Sauce, signiert von Adèle Bakery (6€ für zwei) oder ein selbstgemachtes Mochi-Eis (6€ für zwei), hausgemacht. Beim Sesame Hanbao-Burger ist sicher: Wir kommen wieder!
Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.
Standort
Mao Fry
4 Rue Réaumur
75003 Paris 3
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Offizielle Seite
www.mao-corp.com
Weitere Informationen
Dienstag bis Freitag von 12:00 bis 15:00 Uhr geöffnet.
Durchgehender Betrieb am Samstag und Sonntag von 12:00 bis 22:30 Uhr.



























