Seit Jahren erlebt das türkische Street Food in Paris eine echte Renaissance. Nachdem es lange auf das späte Abendgericht Kebab reduziert wurde, kehrt es nach und nach zu seinem ursprünglichen Glanz zurück – dank einer neuen Generation von Gastronomen, die das reiche kulinarische Erbe stärker in den Vordergrund rücken möchten.
Unter ihnen ragt Mersin bereits als eine der Street-Food-Eröffnungen der letzten Monate heraus. Im 19. Arrondissement gelegen, unweit der Buttes-Chaumont und der Halle Secrétan, ist diese neue Adresse von Noé Lazare, der bereits das exzellente Gemüse, eröffnet 2018, ins Leben gerufen hat, und seinem Partner Amir Bouceid.
Beide teilen eine Leidenschaft für populäre Küchen und Reisen, eine Neugier, die sie dazu brachte, das Mittelmeer zu bereisen, um die besten Sandwiches zu finden. Schließlich verlieben sie sich im Süden der Türkei in den tantuni, eine emblematische Spezialität der Stadt Mersin, die diesem Restaurant seinen Namen gibt.
Mit zwei Theken, die am einen und am anderen Ende der Lokalität positioniert sind, verbindet der Ort das Ambiente eines Pariser Bistros mit dem Charme einer türkischen Taverne. Die vollständig offene Küche erinnert an traditionelle Kebap-Läden: Der Spieß dreht sich direkt vor den Gästen, das Gemüse wird während des Service in Scheiben geschnitten, und das Tantuni-Fleisch brät in einer großen Pfanne, speziell in der Türkei hergestellt, auf den Punkt. Eine Transparenz, die das Erlebnis maßgeblich mitprägt!
Was ebenfalls auffällt, ist die mitreißende Leidenschaft von Noé und seinem Team. Der Inhaber scheut sich nie, ausführlich über die Herkunft seiner Produkte, seine Rezepte und die türkischen Kochtraditionen zu informieren. Eine Großzügigkeit, die sofort Appetit darauf weckt, ein gastronomisches Erbe kennenzulernen, das in Frankreich noch weitgehend unbekannt ist.
Die gesamte Karte wird hier hausgemacht und mit Leidenschaft zubereitet, von den Saucen über die Beilagen bis hin zu den Marinaden und den Mezzés. Das Brot stammt von türkischen und armenischen Handwerkern, das Gemüse wird täglich frisch vorbereitet, während das Fleisch über viele Stunden mariniert und dann direkt vor Ort am Spieß gegrillt wird.
Bei Mersin bieten Noé und Amir ein Kebab (9–13€) so großzügig und bunt wie bei Gemüse, mit einer Fülle an Rohkost, Frischkäse, frischen Kräutern und dem hausgemachten Spieß aus mariniertem Rind- und Putenfleisch 24 Stunden, nicht zu fett, nicht zu trocken. Dazu natürlich hausgemachte Pommes Frites mit Gewürzen (4€). Doch die eigentliche Sensation der Adresse ist vor allem der Tantuni (8€-17€)!
Kaum in Paris präsent ist dieses Dürüm, das aus dem Süden der Türkei stammt, und besteht aus fein gehacktem Rindfleisch, das rasch in einem Öl mit aromatischen Gewürzen angebraten wird, direkt im Herzen der großen Pfanne, die im Schaufenster sichtbar ist. Das Fleisch wird anschließend in ein Lavash-Brot eingewickelt, das von den Bratensaft mit Tomaten, frischer Petersilie, Zwiebeln mit Sumach und einem Spritzer Zitrone durchzogen ist. Das Ergebnis ist überraschend leicht, äußerst aromatisch und in einer vegetarischen Version mit einer würzigen Bulgur-Füllung und Granatapfelmelasse erhältlich.
Auch Liebhaber des Teilens finden hier ihr Glück dank einer schönen Auswahl an Mezze: tursu (türkische Pickles, 4€), labneh mit Zwiebeln und Sumach (5€) oder auch ktipiti (eine Creme aus Feta und gegrillten Paprikaschoten, 5,50€) bilden eine Karte, die zum Probieren einlädt! Einfach wirkende Zubereitungen, die jedoch perfekt ausgeführt sind, wobei die Qualität der Produkte den feinen Unterschied macht.
Die hausgemachten Saucen tragen ebenfalls zur Identität des Lokals bei. Neben den klassischen weißen Sauce und algerischen Saucen reihen sich mehrere originelle Kreationen ein, etwa eine Mayonnaise mit Za'atar und Zitrone, eine geräucherte Tomatensauce oder auch der Hot Biber, inspiriert vom berühmten türkischen Paprika- und Pfeffer-Dip.
Dort taucht man eine Fülle traditioneller Brote hinein – vom Lavash (ein dünnes, flexibles Fladenbrot) über das Simit (ein ringförmiges Sesamgebäck, knusprig oder buttrig gebacken) bis zum saftigen Pide-Brot und zur Navette mit Sesam und Käse.
Das Gesamtangebot ist zugänglich, mit preisgünstigen Menüs, die es ermöglichen, verschiedene Spezialitäten kennenzulernen, ohne die Rechnung in die Höhe zu treiben: 16€ das Menu Mezze, 13€ das Menu Döner/Tantuni mit Pommes und Getränk, Dessert zusätzlich. Côté Dessert justement, der Schaum aus Schokolade, Olivenöl und Chili mild (5€) und der Grießkuchen im Sirup (5€) runden die Reise stilvoll ab.
Und zum Abkühlen gönnen wir uns gern die Hausgetränke (5 €): saure Kirsche, würziger Tee, Gewürz-Cola oder auch Ayran, das türkische Joghurtgetränk. Also, wem sagen wir Danke? Danke, Mersin!
Türkische Restaurants in Paris, unsere Empfehlungen
Die schmackhafte, reichhaltige und äußerst gesellige türkische Küche erfreut sich in Paris immer größerer Beliebtheit. Mit Grillgerichten, Mezze, warmem Brot und orientalischen Süßigkeiten laden die türkischen Restaurants in Paris zu einer kulinarischen Reise ins Herz von Istanbul und Anatolien ein. [Mehr lesen]
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Termine und Öffnungszeiten
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Standort
Ich brauche den französischen Text, den ich ins Deutsche adaptieren soll. Mit nur dem Wort „Mersin“ kann ich nichts umformulieren.
Falls es sich nur um den Titel handelt, bleibt er auf Deutsch ebenfalls „Mersin“. Bitte füge den vollständigen Text ein, idealerweise mit den vorhandenen HTML-Tags, damit ich eine natürliche, journalistisch adaptierte Version erstellen kann.
123 Avenue Simon Bolivar
75019 Paris 19
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Offizielle Seite
mersinparis.fr



























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