Über den Grands Boulevards, im 9. Arrondissement, liegt die Maison Baroche als eine Ausnahmeerscheinung in der Pariser Gastronomieszene. Gleichzeitig eine Feinkostfiliale, eine hochkarätige Charcuterie und ein vertraulicher Treffpunkt für Gäste, entfaltet das Haus eine ganz eigene Vision von der Alltagsgastronomie.
Hinter dieser Adresse steht ein eingespieltes Duo echter Leidenschaft: David Baroche und seine Ehefrau Delphine. Ein außergewöhnlicher Charcutier, der Stationen in den renommiertesten Häusern absolviert hat, verfügt der Koch über eine solide Laufbahn – zwischen prestigeträchtigen Wettbewerben (bis zur Weltmeisterschaft im Pâté en croûte) und Praxiserfahrungen in der Küche, unter anderem im Matignon und später in seinem Restaurant am Markt Saint-Honoré, bevor er 2011 die Brasserie Baroche eröffnete – im Herzen der Champs-Elysées.
Hier kehrt er zurück zum Wesen seines Berufs, dem schönen und guten Produkt. Und die zahlreichen Feinschmecker, die durch die Tür treten, liegen damit nicht falsch: Sie lassen sich von dieser einfachen Botschaft anziehen – gut essen, sorgfältig auswählen und mit vollen Händen nach Hause gehen.
Jenseits festgefügter Codes der traditionellen Charcuterie wird Maison Baroche zunächst mit dem Auge genossen. In einer hellen Atmosphäre entdeckt man die gut sortierten Regale, die gut gefüllten Kühlvitrinen, die bunten Gläser, Terrinen mit verführerischen Aromen und die Vielzahl sorgfältig bezogener Produkte.
Ein wahres Spielparadies für Liebhaber guter Kost, ist das Haus der ideale Ort, um sich – im Selbstbedienungsprinzip – einen Feinkostkorb zusammenzustellen, zu jeder Tageszeit ... oder um vor Ort zu Mittag zu essen! Denn im Zentrum des Hauses können bis zu 12 Gäste am großen Gastgeber-Tisch Platz nehmen, der mit Tulpen geschmückt ist.
Die hausgemachte Wurst- und Fleischspezialität setzt den Ton: Terrine der Freunde mit Pflaumen und gerösteten Haselnüssen, Terrine der Großmutter mit Hähnleber, Rillettes, Pasteten... Alles wird mit Präzision und Großzügigkeit zubereitet. Die Pastete in Blätterteig, echte Signatur von David Baroche erreicht ein bemerkenswertes Niveau, manchmal veredelt durch einen Einlage aus Gänseleber, dazu hausgemachte Pickles wie in Salzlake eingelegte Zitronen aus Menton oder Senfkörner, um das Ganze aufzurütteln.
Das Aushängeschild von Maison Baroche ist zweifellos die saucisse, die eine ganz besondere Aufmerksamkeit verdient. Spinat und Bärlauch, geräucherter Speck und Koriander, Perche-Schwein mit Kreuzkümmel und Honig, ja sogar Trüffel – jede Kreation des Kochs trägt eine klare, eigenständige Note. Kurz auf der Plancha gebraten, saftig serviert mit einem purée maison, verkörpern sie das ganze savoir-faire du charcutier.
Was die Küche betrifft, lässt sich zum Mittagessen ein Tagesgericht entdecken (an unserem Besuchstag eine verführerische blanquette de poulet à l’estragon), eine suppe des Tages de légumes du maraîcher, und verschiedene Zubereitungen zum Mitnehmen oder zum Verzehr vor Ort. Das Ganze erfolgt natürlich nach handwerklicher Logik, mit einem großen Labor vor Ort, in dem alles zubereitet wird.
Pasteten, Bistro-Gerichte, Salate, Croque-Monsieur und Suppen (pasteurisiert oder nicht) ergänzen dieses einfaches aber feines Angebot, das der französischen Küche bis in die Desserts (Reis in Milch, Zitronencreme, Schokoladenmousse) auf freche Weise gerecht wird – liebevoll in wiederverwendbaren Behältern serviert – und die süßen Snacks – Kuchen hausgemacht, himmlische Kakao-Tonka-Sablés.
Bevor man geht, gilt es, dem Verlangen zu widerstehen – oder auch nicht – das Körbchen mit den Traumprodukten zu schnüren, hier und da hochwertige Delikatessen auszuwählen: Wurstaufschnitt und geräucherter Lachs, frisch vor Ort vakuumverpackt, Aufstriche, Schinken und Fleischspezialitäten, Trockenwürste und weniger trockene Würste, Marmeladen, Honig, Schokolade, und nicht zu vergessen eine durchdachte Auswahl an Weinen und Bieren.
Mitten in diesen Wundern orientiert sich Maison Baroche an ähnlichen angelsächsischen Adressen, um die Arbeit der besten Handwerker in den Mittelpunkt zu rücken – allen voran David Baroche, aber auch die Beiträge verlässlicher Produzenten. Ein Refugium des guten Geschmacks, das zum Snacken, Probieren, Mitnehmen einlädt – und vor allem zum Wiederkommen, denn man fühlt sich wie zu Hause!
Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.
Termine und Öffnungszeiten
Nächste Tage
Mittwoch :
von 08:30 bis 20:30
Donnerstag :
von 08:30 bis 22:00
Freitag :
von 08:30 bis 22:00
Samstag :
von 08:30 bis 20:30
Montag :
von 08:30 bis 20:30
Dienstag :
von 08:30 bis 20:30
Standort
18 Rue Cadet
75009 Paris 9
Offizielle Seite
maisonbaroche.fr



































