Vielleicht hatten Sie schon das Glück, seine Kreationen bei Les Enfants du Marché, auf dem Märkte des Enfants Rouges oder während seiner verschiedenen Stationen in Paris – beispielsweise im Acte II – zu probieren. Nun eröffnet der japanische Küchenchef Masahide Ikuta sein eigenes Restaurant in der Stadt, schlicht und ebenso nach ihm benannt als Masaikuta.
Nicht weit entfernt vom ausgezeichneten Amâlia, einem mit Sternen prämierten Restaurant, hat im 26 bis der Rue de la Fontaine au Roi ein neuer Ort eröffnet. Damit wird die Straße im 11. Arrondissement zu einer unumgänglichen Anlaufstelle für alle Genussmenschen in Paris. Mit einer unübersehbaren Ambition: hier ebenfalls einen kostbaren Stern zu erlangen.
Mit Masaikuta macht Chef Masahide Ikuta einen wichtigen Schritt vorwärts. Vor der Eröffnung hat der Koch in renommierten Häusern seine Fähigkeiten verfeinert und dabei eng mit Größen wie Bruno Verjus und Stéphane Jégo im Restaurant L'Ami Jean zusammengearbeitet. Eine intensive Laufbahn, die heute eine ganz persönliche Küchenlinie prägt.
Das neue Restaurant positioniert sich sofort im gehobenen Segment. Zum Mittagessen kosten die Menüs 60€, 90€ und 150€, am Abend rangieren die drei Angebote zwischen 90€ und 200€. Die Mittagskarte basiert grundsätzlich auf einem einzigen Degustationsmenü, eine mutige Entscheidung, die einige Gäste vielleicht überraschen mag, dem Küchenchef jedoch die volle Kontrolle über die kulinarische Erzählung ermöglicht.
Denn die Küche des Küchendirektors weist eine klare Identität auf. Japanische Einflüsse sind deutlich präsent, doch sie lenken das Restaurant nicht in eine rein traditionelle Richtung. Es handelt sich weder um ein Sushi-Restaurant noch um ein klassische japanisches Restaurant: Die japanischen Markenzeichen tauchen hier nur in kleinen Akzenten auf – Meeresalgen, Gewürze oder auch eine Binchotan-Glut, das berühmte japanische Holzkohle.
Der restante Teil folgt einer modernen gastronomischen Philosophie, bei der jeder Teller eine Vielzahl sorgfältig ausgearbeiteter Komponenten vereint. Dabei präsentiert sich eine Küche voller Identität und Charakter, in der die persönliche Handschrift des Küchenchefs in jedem Gericht spürbar ist.
Bei einem kürzlichen Mittagessen begann das Menü mit einem gewagten Amuse-Bouche—eine kreative Neuinterpretation des Bloody Mary mit Hummer, verfeinert durch ein Sellerieöl. Es folgte eine wilde Sardine in zweifacher Zubereitungsweise. Zunächst als Ceviche in einem Leche de Tigre-Bouillon mariniert, angereichert mit Hibiskus, Algen und mariniertem Kelp im geräucherten Reisessig, dazu gab es Forellenkaviar aus dem Baskenland und japanische Radieschen.
Danach folgt eine zweite, verspieltere Passage, die an eine baskische Erinnerung anknüpft: Ein Churros mit roher Crème und Kantabrischen Sardinen, geräuchert im Kirschholz, dazu gesalzene Sardinen, Meereskräuter und Espelette-Pfeffer. Das Gericht würdigte außerdem einen Otoro-Ikejime-Thun, eine pfeffrige Bauchpartie wie ein Exzellenz-Fleisch, veredelt mit Teriyaki-Markierung aus Hibiskus, Fischcivet und Wildsalat, die zusammen eine tiefgründige, subtile und äußerst ausgewogeneplatte ergaben.
Wenn sich die Karte mit den tagesaktuellen Produkten und dem Marktangebot weiterentwickelt, spiegelt das deutlich wider, dass das Meer die kulinarische Linie maßgeblich prägt. Die Fische und Meeresfrüchte ziehen sich als roter Faden durch die Karte, während das Fleisch eher eine Nebenrolle spielt, meist am Abend und manchmal in Form von Innereien – Kalbsnierchen in Buttersauce und Tempura-Köpfe veranschaulichen die Bereitschaft des Küchenchefs, weniger edle, aber charakterstarke Teile zu erkunden.
Wichtig ist, dass das Mittagsmenü mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert eher kleine Portionen bietet — Masaikuta richtet sich mehr an jene, die die Feinheit des Tellers schätzen, anstatt auf Sättigung zu setzen. Am Abend kommt man hierher, um mit sorgfältig ausgewählten Naturweinen anzustoßen, an der Bar Tapas zu knabbern und bei angenehmer Atmosphäre die Jazz-Vinyls zu hören, die vom Küchenchef persönlich ausgesucht wurden.
Nur wenige Monate nach der Eröffnung hat sich Masaikuta bereits als eine ehrgeizige und einzigartige Adresse etabliert, die Wert legt auf Charakter, Präzision und Mut – und damit frischen Wind in die ständig pulsierende Pariser Gastronomieszene bringt.
Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.
Termine und Öffnungszeiten
Nächste Tage
Donnerstag :
von 12:00 bis 14:00
- von 19:00 bis 21:30
Freitag :
von 12:00 bis 14:00
- von 19:00 bis 21:30
Samstag :
von 12:00 bis 14:00
- von 19:00 bis 21:30
Dienstag :
von 19:00 bis 21:30
Mittwoch :
von 12:00 bis 14:00
- von 19:00 bis 21:30
Standort
Masaikuta
26 bis Rue de la Fontaine au Roi
75011 Paris 11
Offizielle Seite
masaikuta.fr



































