Au Chien Qui Fume liegt nur wenige Schritte von den alten Pariser Markthallen entfernt und verkörpert seit fast drei Jahrhunderten den Volksgeist, die Feinschmeckerei und die Brüderlichkeit des alten Paris.
Zwischen Holztheke, geschmorten Gerichten, Erinnerungen an die Forts des Halles und Bistro-Anekdoten pflegt dieses Restaurant im 1ᵉʳ Arrondissement eine ganz eigene, zeitlose Atmosphäre, die von Geschichte und Rauch genährt wird.
1740 wurde vor den Halles au Roy, dem damaligen Zentrum des Pariser Lebensmittelhandels , ein bescheidenes Gast haus eröffnet. Händler, Lieferanten, Frühaufsteher und andere Arbeiter aus dem Bauch von Paris kamen hierher, um zu essen oder sich bei einem Pot-au-feu oder einem Glas Wein aufzuwärmen. Das Bistro ist ein integraler Bestandteil dieses wimmelnden, volkstümlichen und lebhaften Viertels, in dem sich alle Gesellschaftsschichten in einem ständigen Tumult begegnen.
Im Zuge der Haussmannschen Bauarbeiten im 19. Jahrhundert wurde das alte Gasthaus verlegt und gegenüber den von Baltard entworfenen Pavillons wieder aufgebaut- ein Symbol der architektonischen Modernität, das die Seele des Ortes jedoch nicht verschwinden ließ. Das Restaurant wurde zu einem Versteck für die berühmten Forts des Halles, diese Kolosse, die für den Transport von Lebensmitteln zuständig waren und für ihre Kraft, ihren Mut und ihren Appetit bekannt waren. Man isst hier deftige, geschmorte Gerichte, gut gefüllte Suppen und großzügige Grillgerichte in einer geselligen Atmosphäre, in der man den Tisch ohne Umschweife teilt. Die Wirtin kocht nach alter Tradition und mit viel Liebe für eine treue Kundschaft, die schon früh am Morgen kommt.
Der Name des Restaurants, wie wir es heute kennen, taucht in den 1920er Jahren auf, als ein neuer Besitzer seine beiden Haushunde, einen Zigarre rauchenden Pudel und einen Pfeife rauchenden Greif, im Vorgarten ausstellt. Das humorvolle Augenzwinkern wurde zum Markenzeichen: Au Chien Qui Fume war geboren. Die Marke zog mit ihrem rebellischen Geist, ihrem großzügigen Empfang und der Qualität ihrer kanadischen Gerichte an. Im Laufe der Jahrzehnte trafen sich hier Mandatsträger, Künstler, Nachtschwärmer, Politiker und Anonyme, um in einer herzlichen Atmosphäre oft bis spät in die Nacht hinein einen Imbiss zu sich zu nehmen.
Auch heute noch bewahrt das Innere des Restaurants die Seele der alten Pariser Bistros. Eine mit dem Namen des Restaurants geschmückte Theke, samtene Sitzbänke, dunkle Holzvertäfelung, gedämpftes Licht und antike Details verleihen dem Ganzen einen bewahrten Charme vergangener Zeiten. Die Küche ist eine Hommage an die Klassiker des französischen kulinarischen Erbes: Schnecken, Gänseleber, Andouillette, Blanquette, Eintopf, Meeresfrüchteplatte, nicht zu vergessen das unumgängliche Entrecôte mit Pommes frites oder die tadellos frischeAusternbank.
Während Les Halles zugunsten des Forum des Halles und des Centre Pompidou verschwunden sind, bleibt das Au Chien Qui Fume eine der letzten Bastionen des Paris des hohen Wortes und der Volksküche. Auch wenn sich das Viertel gewandelt hat, bewahrt das Restaurant eine wertvolle Kontinuität, nämlich die eines Ortes der lebendigen Erinnerung. Ein Bezugspunkt für alle, die Geschichten, wärmende Gerichte und Bistros lieben, die nichts von ihrer Seele verloren haben; ein Tisch für Genießer, Neugierige, Feinschmecker und Nostalgiker eines Paris, in dem man früh am Morgen gut und mit allen aß.
Standort
Au Chien Qui Fume
33, rue du Pont-Neuf
75001 Paris 1
Offizielle Seite
www.auchienquifume.com



















